Facebook | | von Annette Mattgey

Warum es sich lohnt, jetzt zum Werbetrendsetter bei Instagram zu werden

Auf dem Weg in Richtung Werbe-Plattform hat der Fotodienst Instagram in dieser Woche einen weiteren Schritt vollzogen. Er hat seine API-Schnittstelle für Werbungtreibende und ihre Kampagnen geöffnet. Durch die Schnittstelle zur neuen Instagram-Ads-API können Marken und Agenturen ihre Instagram-Kampagnen neben Facebook und Twitter erstellen, aussteuern und optimieren. Für die Testläufe hatte Instagram einige Facebook Marketing Partners ausgewählt. Nun kommen weitere Unternehmen hinzu wie etwa Kenshoo und Salesforce. Während der Integration der Instagram-Ads-API wird Marin Software mit zahlreichen Werbungtreibenden zusammenarbeiten und sowohl Brand-Awareness- als auch Direct-Response-Kampagnen testen.
          
So setzte Marin eine Instagram-Kampagne für das Luxuslabel Net-a-porter um und postete Bilder von Fashion-Events. "Die Instagram- Ads-API ermöglicht es uns, ein sehr spezifisches europäisches Publikum innerhalb von 24 Stunden rund um unsere Veranstaltungen gezielt anzusprechen", erklärt Helen McGee, internationale Marketing-Chefin bei Net-a-porter, im Salesforce-Blog. "Mit der Unterstützung von Marin konnten wir die Wahrnehmung unserer Marke steigern und sind in der Lage, unseren außergewöhnlichen Fashion-Content mit unseren Kunden zu teilen."

Wie beurteilen deutsche Branchenkenner die Möglichkeiten, die sich nun bei Instagram auftun?

Marc Höft, Commercial Director Germany bei Marin Software:

"Mit 300 Millionen Nutzern, davon 70 Prozent außerhalb der USA ist Instagram auch hierzulande ein höchst interessanter Kanal für das Marketing. Auf Instagram kann man schon länger Anzeigen schalten, allerdings war der Prozess bisher aufwändig, da die Werbung klassisch über das Salesteam eingebucht wurde. Mit der API legt Instagram nun den Grundstein, das Netzwerk in großem Stil für Werbung zu erschließen. Wer in der Vergangenheit bereits Anzeigen auf Instagram geschalten hat und seine Social-Kampagnen zudem über einen Facebook-Marketing-Partner steuert, hat Chancen zur Alpha-Phase zugelassen zu werden.

Die Testphase wird zeigen, ob und wie der Werbekanal Instagram skaliert. Welche Inhalte funktionieren, welche Motive? Ist ein Targeting auf Interessen erfolgreicher oder sollte man auch bei Instagram auf Custom Audiences setzen? Welches Gebotsverfahren eignet sich am besten? Eines ist sicher, für das Social Network steht die Nutzererfahrung im Mittelpunkt und Werbeformate sollen diese nicht beeinträchtigen. Für Werbungtreibende bedeutet dies, sie sollten so bald wie möglich damit beginnen, organisch erste Erfahrungen zu sammeln und einen Instagram-Account aufzubauen. Nur wer Instagram versteht, kann Werbemittel entwickeln, die die Community ansprechen. Instagram ist ein neuer und eigener Kanal, eine 1:1-Adaption beispielsweise von Facebook-Kampagnen ist zwar technisch möglich, aber mittelfristig keine Alternative."

Manuel Leschik, Geschäftsführer von Rabbit Performance:

"Die Öffnung der Instagram-Ad-API nach der Testphase ist eine lang erwartete Entwicklung. Werbekunden können demnach darauf hoffen in absehbarer Zeit auch auf die fünf Millionen deutschen Nutzer Zugriff zu bekommen. Und das mit den gewohnt ausführlichen Daten und Targetingoptionen die Facebook bereits bietet.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um das eigene Engagement auf Instagram zu überprüfen und eine Kampagnenstrategie für die Ads zu entwickeln. Denn eins ist klar: Durch die Daten von Facebook und das noch frische Werbeumfeld werden First Mover besonders profitieren."

Cinja Leuschner, Social Media Managerin bei Eprofessional:

"Instagram öffnet mit der Freischaltung seiner Advertiser-API jetzt die Tür für alle Werbungtreibende. Werbung lässt sich auf Instagram damit ähnlich automatisiert und bequem schalten wie bei Facebook. Aber Achtung, die Latte liegt hoch: Die Zielgruppe auf Instagram erreicht man nur mit optisch wirklich attraktiven Motiven.  Denn hier tummeln sich überwiegend junge, trendbewusste und kreative Nutzer. Das Thema Qualitätskontrolle seitens Instagram wird also sicherlich eine große Rolle spielen."

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