Live-Streaming | | von Annette Mattgey

Mehr als 10 Mio. User für Periscope

Unglaublich rasant ist der Live-Streaming Dienst Periscope gewachsen. Inzwischen verzeichnet er 10 Millionen User, und das in weniger als sechs Monaten. Von Bertelsmann bis Bundesliga reicht die Palette der Anwender. Die Zeit, die sich die Zuschauer mit Periscope vertrieben haben, summiert sich mittlerweile auf 40 Jahre. Periscope sieht die mit Periscope verbrachte Zeit ("Time watched") als wichtige Maßzahl sowohl für Sender als auch Empfänger. Wenn sie sich länger mit Periscope auseinandersetzen, spricht das für die Qualität der Kanäle und der Inhalte. Außerdem lässt sich damit die Nutzung nicht nur über iOs und Android, sondern auch über periscope.tv erfassen.

 

Dabei ergänzt die "Time Watched" eine andere wichtige Maßzahl: die der täglich oder monatlich aktiven User (DAU bzw. MAU). Sie zu steigern, ließe sich mit einigen Marketing-Kniffen und viralen Tricks leicht bewerkstelligen, um so die Zahl der Downloads nach oben zu schrauben. Das entspräche aber nicht den Kernwerten des Unternehmens, so Periscope in seinem Firmenblog. Die Steigerung der "Time Watched" sei die bessere Motivation für die Mitarbeiter.

 

Auch in Deutschland erfreut sich Periscope wachsender Beliebtheit. Bertelsmann begleitete sein Karriere-Event "Talent Meets Bertelsmann" via Periscope - mit spannenden Learnings, wie Nico Rose für LEAD digital analysiert hat. Die Telekom ließ ihre "Elbeblogger" ebenfalls live streamen. Um die 60 Nutzer waren täglich dabei. Die Bundesliga ist schon seit einiger Zeit aktiv dabei, egal ob Interviews mit Spielern oder Trainer (https://twitter.com/BVB/status/623792164347211777), Pressekonferenzen (https://twitter.com/FCBayern/status/616207874986000384), Übertragungen von Trainingseinheiten (https://twitter.com/1FSVMainz05/status/622323852014690304) oder direkt aus dem Trainingslager (https://twitter.com/borussia/status/620638041720360960).

Der erste Titel ist bereits vor Saisonstart zu vergeben: Borussia Dortmund ist auf Periscope Meister der Herzen! Durch Antippen des Bildschirms während einer Periscope-Übertragung senden die Zuschauer Herzen. Diesen Liebesbeweis hat der BVB bisher rund eine Viertel Million Mal erhalten und liegt damit vor allen anderen Vereinen auf dem ersten Rang.

Mehr als 10 Mio. User für Periscope

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Zünftig: Radio Gong streamt Oktoberfest über Periscope

von Petra Schwegler

Wenn an diesem Samstag auf der Theresienwiese in München das 182. Oktoberfest startet, dann sorgt der lokale Radiosender Gong 96,3 in diesem Jahr erstmals dafür, dass theoretisch "alle Menschen weltweit das Oktoberfest jederzeit live und interaktiv mitverfolgen können". Über die mobile App Periscope streamt der Sender in Echtzeit per Videodirektübertragung die "Wiesn-Stimmung" in alle Welt. "Ob Promis im Wiesnstudio des Senders, die Stimmung in Kufflers Weinzelt oder die Gong 96,3 Moderatoren bei der Arbeit: Die Zuschauer sehen nicht nur die Live-Bilder in Echtzeit, sondern können über die App auch direkt mit den Moderatoren und Reportern vor Ort über den Live-Chat kommunizieren", heißt es dazu vom Sender. Die Aktion wird vom Gong-Partner Yourfone unterstützt.

Für Gong-Senderchef Georg Dingler gilt es, eine Art Tradition weiterzuühren: "Wir waren der erste Radiosender, der vor 17 Jahren auf dem Oktoberfest ein eigenes Radiostudio aufgebaut hat. Auch im digitalen Zeitalter sind wir Vorreiter und nutzen die neue Technik, um in Kombination mit unserem redaktionellen Radio-Know-how spannenden Content ins Netz zu schicken."

 

Der Live-Streaming-Dienst Periscope ermöglicht es, Videos in Echtzeit zu übertragen. Damit sich die Wiesn-Stimmung by Gong herumspricht, ist Account mit Twitter (@Gong963) verknüpft. Die User werden via Tweet über eine Livesession auf Periscope informiert.

Übrigens: Über sechs Millionen Menschen werden dieses Jahr zum größten Volksfest der Welt erwartet.

von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben