Ignition 2014 | | von Irmela Schwab

Youtuberin Bethany Mota: Was Menschen am meisten interessiert

Bethany Mota ist zarte 19, doch hat sie schon früh begriffen, wie man das Internet für sich nutzt. Nachdem sie als 13-jährige angefangen hat, kurze Filme zu Mode und Beauty zu drehen und zu veröffentlichen, ist sie mit ihrem Kanal MacBarbie07 mit gut sieben Millionen Abonennten zur "Youtube-Personality" avanciert: So wurde sie auf der Ignition-Konferenz von "Business Insider" angekündigt. Auf der dreitägigen Konferenz, bei der es um die digitale Zukunft geht, gab sie Einblicke, wie Content-Management über digitale und soziale Kanäle gelingt.

Um aus dem Content-Sammelsurium der Plattform herauszustechen, ist für den jungen Youtube-Star nach dem Video-Dreh die Arbeit nicht getan. "Damit ich mein Publikum erreiche, verbreite ich meinen Content auf Pinterest, Instagram, Twitter, Facebook, Vine und Ello." Der dort gepostete Inhalt verweist dabei auf ihre Youtube-Präsenz, die Mota als "meine Heimat" bezeichnet. Auch ein Auftritt in der TV-Show "Dancing with the Stars" des Senders ABC konnte daran nicht rütteln. Sie hat vor allem deswegen teilgenommen, um auch mal "Mainstream zu machen", erklärte sie. Das Internet dagegen sieht sie als mächtiger an. Vor allem gibt es ihr die Freiheit, ihrer eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. "Ich muss nicht erst fragen, ob ich eine Idee umsetzen darf."

Mit dem auf Youtube verdienten Geld hat sich Mota mittlerweile neues Equipment gekauft - und kann damit professionellere Inhalte produzieren: Statt ein paar Stunden dauert ein Video-Dreh heute mehrere Tage, sagt sie. Welche Themen sie dabei bringt, sei ihren Zuschauer gar nicht wichtig. "Nach einer Zeit habe ich gemerkt, dass die Menschen, die meine Videos ansehen, vor allem mich als Person kennenlernen wollen." Diesem Wunsch kommt Mota nach.

Natürlich gibt es nicht nur positives Feedback. Als Mota ihren ersten "Hass-Kommentar" erhielt, wie sie sagt, fühlte sie sich zunächst geschmeichelt. "Er gab mir das Gefühl, das ich etwas richtig mache." Doch als die Kritik der selben Person nicht abriss, wendete sie sich direkt an sie, blieb höflich und bedankte sich sogar, dass sie ihre Videos ansah. Das bescherte ihr eine Entschuldigung - weitere Kritik der Person blieb fortan aus. Daraus gelernt hat die YouTuberin, dass sie sich über negative Stimmen keine Gedanken machen sollte. "Entweder antworte ich freundlich oder ich ignoriere sie einfach."

Viele Videos von damals würde sie gerne wieder löschen. Zu peinlich, findet sie. Andererseits sei das nun mal ihr Leben: Damit meint sie - und das erinnert ein bisschen an die Trueman-Show - ihr privates wie gewissermaßen auch berufliches: "Ich bin im Internet groß geworden."

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