Paid Content | | von Irmela Schwab

YouTube startet 30 Bezahlkanäle - Werbung dennoch erlaubt

Die Gerüchte schwelten schon länger - jetzt ist es amtlich: YouTube startet 30 Bezahlkanäle. Unter dem ersten Schwung an kostenpflichtigen Channels befinden sich vor allem Programme aus den Bereichen Sport, Musik, Fitness und Kinder - wie etwa Baby First (siehe Bild). Damit erhalten Produzenten eine Alternative zu Refinanzierung ihrer Programme, die bisher über Werbung erfolgte. Allerdings will die Google-Tochter nicht verbieten, dass die Kreateure der Kanäle auch Werbung implementieren können. "YouTube sollte nicht bestimmen, ob ein Bezahlkanal Ads enthält oder nicht", zitiert Advertising Age Malik Ducard, YouTubes Head of Content Partnerships. "Unsere Partner wissen sicherlich besser über ihre Zuschauer und Inhalte Bescheid als wir das tun."

Mit dem Modell will YouTube Inhalte zum Download anbieten, die laut Ducard sonst gar nicht möglich gewesen wären. Schließlich steuert der Werbemarkt noch nicht genügend bei, um Premium-Inhalte, die über die üblichen Entertainment-Schnippsel auf Plattformen wie YouTube oder AOL hinausgehen: Selbst im US-Markt, in dem Web-Video boomt, fließen erst rund drei Billionen Dollar in Web-Video - gegenüber mehr als 70 Billionen Dollar ins klassische TV. Längere Serien und Filme kosten einfach eine Stange Geld. Haben dann aber auch die Kraft, Zuschauer zu binden: so spekulieren auch Netflix und Hulu, die ihrerseits Eigenproduktionen mit Hollywoodstars wie Kevin Spacey (in: "House of Cards" auf Netflix) und Eva Longoria ("Mother up" auf Hulu) anbieten.

Die Bezahlkanäle werden auf allen Endgeräten mit YouTube-Empfang abrufbar sein, also Computer, Tablets, Smartphones und internetfähige Fernseher. Die Kosten für den Zuschauer betragen pro Kanal ab 99 Cent aufwärts pro Monat. Zudem können alle zwei Wochen lang gratis getestet werden. Die Einkünfte werden übrigens in etwa halbe/halbe aufgeteilt - genauso wie bei der Werbung fließen 55 Prozent an den Programmanbieter und 45 Prozent an YouTube.

YouTube startet 30 Bezahlkanäle - Werbung dennoch erlaubt

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