Lesetipp | | von Frank Zimmer

Wenige Sender, viele Empfänger: Twitter als Zweiklassengesellschaft

Twitter demokratisiert die Mediengesellschaft? Das wird oft behauptet - gern auch mit Hinweis auf den Arabischen Frühling. Aber eine Auswertung des US-Blogs O'Reilly Radar relativiert das Massenmedium der Generation Upload ein wenig. Datenjournalist John Brunner rechnet dort vor, dass der durchschnittliche Twitter-Account nur einen Follower hat. Rechnet man die Twitter-Karteileichen heraus und konzentriert sich auf die in den vergangenen 30 Tagen aktiven Profile, sind es 61 Follower pro User - bei 117 Profilen, denen er selbst folgt. Die große Mehrheit der Twitter-Nutzer sind laut Brunner ohnehin eher Konsumenten als Microblogger mit nennenswerter Resonanz: Drei von vier Usern folgen mehr Leuten als sie selbst Follower haben. So gesehen entwickelt sich auch der "Gigant Twitter" (Brunner) zur medialen Zweiklassengesellschaft alten Stils: Mit wenigen relevanten Sendern und vielen einflusslosen Empfängern. Brunner beruft sich auf eine Stichprobe von 400.000 zufällig ausgesuchten Accounts.

Wenige Sender, viele Empfänger: Twitter als Zweiklassengesellschaft

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