Was sich mit Modeblogs verdienen lässt
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Styleranking | | von Annette Mattgey

Was sich mit Modeblogs verdienen lässt

Jeder zweite Modeblogger verdient mit seinem Blog Geld, allerdings bleibt rund die Hälfte unter 500 Euro Einnahmen. Mit einem professionellen Media-Kit könnte es bald mehr werden. Hier sind einige der Modeblogger schon auf einem guten Wege: Bereits jeder zweite Modeblogger gibt an, seine Mediadaten professionell aufzubereiten, sowie Preise für Kunden und Agenturen in einem Media-Kit zur Verfügung zu stellen.

Das belegt eine Umfrage zum Thema "Monetarisierung von Blogs", die das Online-Magazin Styleranking erhoben hat. Beteiligt haben sich rund 100 Modeblogger, zumeist Frauen. Ein durchaus einträgliches Geschäft mit Einnahmen von zwischen 2.000 und 5.000 Euro pro Monat ist das Bloggen nur für etwa sechs Prozent der Befragten.

Die Umsätze erzielen die Modeblogger durch Werbekooperationen mit interessierten Firmen. Ohne Geld geht es nicht: Über 90 Prozent der Modeblogger lassen sich bezahlen, 64 Prozent erhalten Produkte als Gegenleistung und nur jeder 14. akzeptiert Gutscheine als Entlohnung.

Die Formate sind - dem Medium angepasst  - selten Display-Kampagnen, wie sie in klassischen Medienumfelden gebucht werden. Stattdessen sind bei Fashionblogs vor allem Advertorials (so genannte Sponsored Posts) gefragt. Zwei von drei Firmen bezahlen für Produktnennungen in Collagen oder Outfit-Posts. Kaum eine Firma bietet Honorare für Events oder Reisen an.

 

Eine Unsitte haben sich die Modelabels wohl noch nicht abgewöhnt: Sie zahlen für Verlinkungen, obwohl sie damit der Modebloggerin erheblich schaden, weil es das Suchmaschinen-Ranking des Blogs negativ beeinflusst. Weist ein Blog eine große Anzahl gekaufter Links auf, so kann er von Google abgestraft werden und verliert seine Sichtbarkeit im Ranking der Suchmaschine.
 
Deutsche Modeblogger verzeichnen einen durchschnittlichen Umsatz von 355 Euro im Monat. Den größten Umsatz bringen Video-Posts mit etwa 1300 Euro pro Video. Allerdings bietet nur jeder vierte Modeblogger diese Werbemöglichkeit auf seinem Blog an. Videos sind aufwändiger zu produzieren. Nicht jeder Modeblogger traut sich auch vor die Kamera. Advertorials werden im Durchschnitt mit 400 Euro pro Post bezahlt. Hier gibt es je nach Bekanntheit des Blogs große Unterschiede. Während einige Blogs ein Advertorial für 50 Euro schreiben, stellen größere Blogs Rechnungen über weit mehr als 1.000 Euro. Durchschnittlich kosten Linksetzungen bis zu 240 Euro. Am geringsten werden Social Media Posts bei Instagram, Twitter oder Pinterest vergütet, hier liegt ein Post im Schnitt bei 155 Euro. Was alles in ein Media-Kit für Bloggerinnen gehört, haben die Mädels von Girls Guide To Blogging in eine lange Liste gepackt. Eine Vorlage zum Download gibt es auch bei Gourmetguerilla.

Lohnt sich der Aufwand? Riesen-Reichweiten bieten die wenigsten. Rund die Hälfte der Befragten geben eine Anzahl von bis zu 20.000 Besuchern monatlich an. 30 Prozent der Befragten erreichen 20.000- 80.000, zwei von zehn Modebloggerinnen können mit Zahlen von über 80.000 Page Impressions pro Monat punkten.

Die Kooperationspartner sind vor allem Online Shops. Jeder zweite Modeblogger gibt an, mit Online Shops zusammen zu arbeiten. 28 Prozent der Kunden kommen aus dem Bereich Beauty, nur 12 Prozent aus den Branchen Mode und Schuhe.

"ModebloggerInnen kennen heute den Wert ihrer Arbeit", sagt Roland Schweins, Geschäftsführer von Styleranking media. "Die großen Unterschiede in der Bepreisung von Advertorials oder anderen Social Media-Formaten begründet sich damit, dass es bislang keine Orientierungshilfe für Fashionblogger gibt." 

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