Was ist Jodel und wie lässt es sich für Marketingaktivitäten nutzen?
Was ist Jodel und wie lässt es sich für Marketingaktivitäten nutzen? © Foto:Best of Jodel München / Screenshot Facebook

Studenten-App | | von Markus Schmelzer

Was kann Jodel im Marketing?

Wer den Tweets der Münchner Polizei unter dem #Wiesnwache folgt, weiß, dass das Oktoberfest einige gute Geschichten zu bieten hat. Eine weitere ganz besondere Story wurde auf der Kommunikationsplattform Jodel veröffentlicht und sorgte für viel Furore unter den Münchner Studenten.
Aber was ist Jodel eigentlich und: Lässt es sich für Marketing nutzen?

Was ist Jodel?

In der App Jodel können die User kurze Texte posten, die dann andere Nutzer in einem Umkreis von zehn Kilometern sehen und kommentieren können. Der Clou: Man ist komplett anonym. 

Inhaltlich sind die Beiträge recht bunt verteilt. Da gibt es Restaurant-Tipps, flotte Sprüche, flache Witze und manchmal auch Geschichten aus dem echten Leben. 

Jodel-Hit: die Wiesn-Story #Türsteher

So wie die bereits erwähnte Wiesn-Story. Binnen 24 Stunden schaffte es der #Türsteher-Jodel auf über 2000 Kommentare. Ein junger Jodler wartete seit einer Stunde vor der Tür seiner Freundin. Diese war am Vortag auf dem Oktoberfest gewesen, und da sie nicht öffnete, hatte er den Verdacht, dass sie ihm fremdgegangen war. 

Daraufhin ging der Buzz richtig los. Halb München unterstützte den armen Studenten und wollte sogar einen Flashmob vor dem Haus der Freundin organisieren. Neben aufbauenden Kommentaren gab es auch einige zweideutige Angebote von weiblichen Fürsprechern. Die ganze Geschichte gibt's hier

Welchen Vorteil bietet Jodel Werbungtreibenden? 

Entwickelt wurde die App für Studenten, welche auch die größte Nutzergruppe darstellen. Allerdings gibt es durch die Anonymisierung kaum Nutzerdaten. Auch die eher geringere geografische Reichweite spricht eher gegen einen Werbenutzen. 

Oder doch? Das Stichwort lautet "Schleichwerbung" oder auch Native Advertising. Dank der Anonymität können Unternehmen posten, ohne dass man es direkt bemerkt. Werber könnten so auf aktuelle regionale Angebote hinweisen wie eine Rabattaktion im ortsansässigen Supermarkt. In Ballungsräumen eine durchaus erfolgversprechende Idee, ähnlich wie Guerilla-Marketing. Außerdem bietet es gute Möglichkeiten für echtes Storytelling - vorausgesetzt, Sie haben eine Geschichte zu erzählen.

Wo liegen die Tücken?

Allerdings muss beachtet werden, dass ein Post nicht übertrieben wirken darf, sonst kann man schnell ein Fäkalgewitter heraufbeschwören. Besonders interessant könnte Jodel für Restaurants, Bars und andere Gastronomiebetriebe sein, wenn beispielsweise auf eine Happy Hour hingewiesen werden soll.

Wie die Macher das Geschäftsmodell langfristig gestalten, bleibt abzuwarten. 

Was kann Jodel im Marketing?

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