Redesign | | von Irmela Schwab

Was Facebooks neue Struktur für Unternehmen bedeutet

Big Bang in der Social Media-Industrie: Facebook hat in einer Pressekonferenz im kalifornischen Menlo Park die komplette Umstrukturierung seines News Feeds verkündet. Die Chicago News spricht dabei von der größten Neuausrichtung des Features seit seiner Einführung 2006. Im Wesentlichen umfasst das Redesign die Möglichkeit den News Feed nicht nur nach meist geklickten ("Top Stories") oder aktuellsten Einträgen ("Most Recent")  zu sortieren, sondern auch nach Fotos oder Musik. Somit erhalten die User mehr Kontrolle darüber, was sie in ihrem Newsfeed angucken wollen.

Facebook verspricht auch größere Bilder und Videos - das dürfte vor allem Bilder-Sharing-Sites wie Pinterest gefallen sowie Unternehmen, die dort Boards angelegt haben. Die gute Botschaft für Facebook-Werbungtreibende ist außerdem: Auch die Bilder ihrer weren Anzeigen größer. "Wir nehmen den gesamten Content aus dem News Feed und machen ihn sichtbarer. Das gilt für alle Bereiche inklusive Ads", sagt Julie Zhuo, Head of Product Design bei der Social Plattform. Dies könnte mittelfristig mehr Luxusbrands anlocken, die gerne großflächig in Hochglanzmagazinen werben, spekuliert Tech Crunch

Doch weil Faceook seine User zwischen verschiedenen Content-Feeds auswählen lässt, entstehen für Unternehmen auch gewisse Nachteile. So gibt es beispielsweise den Feed "Following", über den nur Pages angezeigt sind, die ein User zuvor mit Like ausgewählt hat. Das beschert Marken und professionellen Publishern innerhalb dieses Feeds sicherlich eine höhere Sichtbarkeit. Es gibt aber auch Feeds wie "Friends only", auf denen überhaupt keine Pages angezeigt werden. Es besteht also die Gefahr, dass viele Nutzer nur diesen News-Strom sehen wollen. Dieser Gruppe blieben die Updates der Unternehmen dann verborgen. 

Weil der News Feed als Herzstück von Facebook gilt, ist die Umstellung in der Tat die größte seit Bestehen des Freunde-Portals, das nun mehr als eine Millarde User zählt. Viele von ihnen kommen vor allem wegen des News Feed zu Facebook, um Nachrichten aus ihrem Freundeskreis zu lesen. Damit ist der Feed auch der beste Platz für Werbekunden, um ihre Zielgruppen zu erreichen und zu involvieren. "Der News Feed ist der Grund, warum wir auf Facebook gehen", urteilt Michael Pachter, Analyst bei Wedbush Securitites in Chicago News. "Indem die Feeds nach individuellen Präferenzen eingestellt werden können, erhält Facebook mehr Informationen darüber, was seine User relevant finden - was wiederum Werbungtriebenden ein besseres Targeting und eine hörere CTR ermöglicht."

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