Christina Hütten | | von Annette Mattgey

Was #BloggerfuerFluechtlinge ausgelöst hat

In den letzten Tagen tauchte an vielen Stellen der Hashtag #BloggerfuerFluechtlinge auf - einer der ersten, der ihn benutzt, ist Nico Lumma. Ziel der spontan entstandenen Aktion ist, möglichst viel Aufmerksamkeit für die damit verbundene Spendenseite zu erzeugen, aber auch Flagge zu zeigen.

 

Blogger haben sich, unabhängig von Reichweite und eigentlichem Themengebiet, zusammengeschlossen und eigene Erfahrungen und Kommentare geschrieben. Erlebnisse mit Flüchtlingen, Erlebnisse aus der Familie, die selbst flüchten musste, oder aber auch einfach nur einen Hinweis auf die Möglichkeit zu spenden.

So entstand eine bemerkenswert große Anzahl an Artikeln aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, die schon 30.000 Euro an Spenden eingebracht haben. Neben dieser Summe, die nun für Projekte und Unterkünfte gespendet werden soll, entwickelte sich aber auch eine positive Dynamik, in der viele Menschen sich mit dem Thema Flüchtlinge und Asylkritiker auseinander gesetzt haben.

#BloggerfuerFluechtlinge zeigt auf beeindruckende Weise, dass schon mit einfachsten Mitteln viel erreicht werden kann. Ein Blogbeitrag ist schnell geschrieben. Besonders bei einem so emotionalen Thema. Und wenn man dieses dann so schnell über Netzwerke verbreiten und damit Gutes tun kann, wird deutlich, dass noch nicht alles verloren ist. Genau dieser Eindruck entsteht leider derzeit häufig, wenn man nach neuen Attacken gegen Flüchtlinge die Kommentarspalten von Nachrichtenseiten öffnet. Um so wichtiger ist es, #BloggerfuerFluechtlinge weiterzutragen.

Als ersten Eindruck gibt es einige sehr gute Artikel, die besonders persönliche Eindrücke vermitteln. So schreibt Christian Dingler von der Geschichte seiner Familie, die selbst geflüchtet ist. Auch Carline Mohr findet sehr persönliche Worte, es sind die ihres Vaters, der nach eigener Aussage zwar keine Ahnung vom Internet hat, aber trotzdem unbedingt mitmachen möchte (tolles Video!). Erfahrungsberichte von Helfern (etwa von Frau Besserwisserin oder Kaiserinnenreich) bereichern die jetzt schon sehr beachtliche Blog-Sammlung.

Das Wichtigste zum Schluss: Wer mitmachen möchte, muss nichts weiter tun, als die Botschaft nach außen zu tragen. Egal ob ber Blog, Tweet, Facebookpost oder einfach durch persönliche Gespräche. Es lohnt sich, so viele Menschen wie möglich auf das Projekt aufmerksam zu machen, denn wir haben wirklich die Möglichkeit gemeinsam etwas zu erreichen.

Mehr Informationen zur Aktion, den Machern und eine Spendenoption gibt es hier.

Christina Hütten ist einer der "Digital Leader", eine feste Gruppe von Bloggern, die ihre Meinungen und Kommentare via LEAD digital verbreitet. Mehr zur Autorin und den weiteren Mitgliedern der "Digital Leader" lesen Sie hier auf der Übersichtsseite. 

Was #BloggerfuerFluechtlinge ausgelöst hat

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