Webseiten, Facebook, Meet-up-Gruppen und Events: Communities sollten auf allen Kanälen stattfinden.
Webseiten, Facebook, Meet-up-Gruppen und Events: Communities sollten auf allen Kanälen stattfinden. © Foto:Screenshot Fresh2Design

South by Southwest | | von Irmela Schwab

Warum Communities die besten Innovations- und Umsatztreiber sind

In den USA gehören Communities schon lange zum Alltag. Da gibt es die Wohn-Communities, eine Ansammlung von Häusern mit einem gemeinsamen Clubhaus und Einrichtungen wie Fitnessstudios und Pool. Daneben eine unerschöpfliche Anzahl von Meet-up-Gruppen, die von Rollenspielen bis hin zu Weinliebhabern alles abdecken, was man sich nur denken kann.

Communities waren auch eines der großen Thema auf der South by Southwest (SXSW). So alt, und doch so frisch ist die Idee, sich in einer Gruppe zu organisieren, die ein gemeinsames Ziel vereint. Zum Beispiel, um neue Geschäftspartner zusammenzubringen. Im German Haus diskutierten Mathias Härchen, Geschäftsführer Digital Hub Cologne, Helen Köpman, Deputy Head of Unit Startups & Innovation bei der Europäischen Kommission und Nikolas Woischnik, Gründer Tech Open Air, über die Bedeutung von Communities als Treiber des digitalen Ökosystems. Der Tenor: Über eine Community, in der Startups und Kapitalgeber vereint sind, um sich regelmäßig auszutauschen, können nachhaltige Innovationen entstehen. Wichtig: Eine Community sollte von ihren Mitgliedern möglichst kein Geld für ihren Service verlangen. Und für die Finanzierung lieber auf Sponsoren zurückgreifen.

Das Geben und Nehmen in einer Community macht sogar klassisches Networking überflüssig. So die These des Panels “Networking Sucks. Build Communities instead”. Zoha Shafiq, UX & UI Designer bei Springbox in Austin, hat die Gruppe Fresh2Design gegründet, und damit Designer und Developer zusammengeführt. Damit jedes Mitglied ein Gesicht und eine Stimme bekommt, greift die Community-Managerin auf Storytelling zurück, wie sie erklärte. Jeder in der Community spricht dabei über seine Aufgabe darüber, was ihn bewegt. Ob bei Events, Blogs oder Social Media - auf je mehr Kanälen die Community stattfindet, desto besser. "Gebt jedem eurer Mitglieder einen Glanz-Moment, um aus der Menge herauszustechen", rät Shafiq. "Es gibt so viele talentierte Menschen, die niemals im Mittelpunkt stehen und daher niemals angehört werden." Dabei gehe viel Potenzial abhanden.

Ein wichtiger Punkt - und der eigentliche Sinn und Zweck von Communities: die Gleichheit, gemeinsame Werte, das Ziehen an einem Strang. Das zahlt sich für interne Unternehmensführung genauso aus wie im B2B- und B2C-Business. Dazu sprachen lokale Geschäftsinhaber während eines der vielen Frühstück-Treffen in den Bars von Austin. Die Quintessenz: Das Geschäft mag noch so klein sein, vielleicht auch mal Probleme haben - hat es eine stabile Community, dann bleiben die Kunden nicht aus.

Warum Communities die besten Innovations- und Umsatztreiber sind

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!