Immobilienwirtschaft | | von Annette Mattgey

Viele Fans, schnelles Team: Immoscout24 auf Platz eins

Der Auftritt von ImmobilienScout24 punktet innerhalb der Immobilienbranche durch die größte Fangemeinde, einen hohen Anteil an aktiven Nutzern und die schnelle Reaktionszeit bei User-Anfragen. Das ergab eine Studie von Dr. ZitelmannPB zur Nutzung von Social Media in der Immobilienbranche. Allerdings nutzen 60 Prozent der Immobilienunternehmen keines der sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google+ oder Youtube. Dr. ZitelmannPB. nahm die 338 größten Immobilienunternehmen aus zehn Teilsegmenten unter die Lupe. Der Fokus der Studie lag auf der Analyse der Facebook-Auftritte. Von den 338 Firmen haben 81 Facebook-Unternehmensseiten, die auf Basis von zwölf Kennzahlen ausgewertet wurden. Die beste Facebook-Seite hat Immobilienscout24 vor Gesobau und KSK Immobilien. Die Fanpage von ImmobilienScout24 verfügt zum Testzeitpunkt über 70.544 "Gefällt mir"-Angaben von Facebook-Nutzern (aktuell 95.633) und ist damit Spitzenreiter in der gesamten Immobilienbranche.

 

 

Soziale Netzwerke werden in den einzelnen Teilsegmenten der Branche sehr unterschiedlich stark genutzt. „Am Social-Media-affinsten sind die Wohnungsmakler, von denen sich lediglich 21 Prozent vor sozialen Medien verschließen“, sagt Alexander Knuppertz, stellvertretender Leiter Online-Positionierung bei der ZitelmannPB. Ebenfalls sehr aktiv sind Gewerbemakler, Wohnungsunternehmen und Immobilienportale. Am wenigsten wollen börsennotierte Immobilien-AGs, Fondsanbieter und Asset Manager mit Social Media in Berührung kommen: Fast 80 Prozent haben noch keine Erfahrung mit Sozialen Netzwerken gesammelt.

Die 81 Facebook-Seiten der untersuchten Immobilienunternehmen haben durchschnittlich etwa 2.600 Fans pro Seite. Über dem branchenweiten Schnitt von 2.600 „Gefällt mir“-Angaben liegt nur das Segment der Immobilienportale mit durchschnittlich fast 11.000 Fans. Dieser Mittelwert wird maßgeblich durch Immobilienscout24 (70.544 Fans), Immowelt (49.596 Fans) und Immonet (40.593 Fans) bestimmt und ist alles andere als repräsentativ für andere Immobilienunternehmen. Das viertbeste Unternehmen ist KSK Immobilien mit 6.455 Fans. „Natürlich spielt es bei der Höhe der Fan-Zahl auch eine große Rolle, ob die jeweilige Facebook-Seite auf ein B2C- oder ein B2B-Publikum ausgerichtet ist“, sagt Knuppertz. Der Durchschnitt bei den B2B-Facebook-Seiten bei Immobilienunternehmen liegt immerhin bei 465. Auch das ist deutlich höher als so mancher Durchschnitt von typischen B2B-Teilsegmenten in der Branche. Die teilweise sehr niedrigen Fanzahlen sind letztlich das Spiegelbild von unprofessionell gemanagten Facebook-Auftritten.

Magere Interaktionsraten

Die Interaktionsrate gibt an, wie hoch der Anteil der aktiven Nutzer unter den Fans einer Seite ist. Sie liegt in der Immobilienbranche bei 4,72 Prozent. Zum Vergleich: Die Dax-30-Unternehmen kommen auf einen Wert von 5,49 Prozent. Umso beachtlicher ist die Interaktionsrate der ImmobilienScout24-Fanpage von 10,71 Prozent. Die Resonanz auf die Seiteninhalte spiegelt sich auch in der Anzahl der "Shares" wider. Bei ImmobilienScout24 wird jeder Beitrag im Schnitt von 15 Nutzern geteilt. Branchenweit liegt der Mittelwert bei einem "Share" pro Post.

Rasche Reaktion auf Nutzeranfragen

Ein weiteres Gütekriterium der Facebook-Auftritte stellt die Reaktionszeit der Betreiber dar. Nur 22 Prozent der getesteten Fanpage-Inhaber antworteten innerhalb eines Tages, darunter auch Immoscout24. 68 Prozent der Unternehmen hatten nach sieben Tagen noch nicht reagiert. Bei den Immobilienunternehmen verhalten sich Betreiber von Immobilienportalen, Wohnungsbestandshalter und Projektentwickler vorbildlich. Die Hälfte der Immobilienportale und Wohnungsunternehmen hat noch am selben Tag reagiert. Bei 17 Prozent der Projektentwickler kam die Reaktion sogar innerhalb von zwei Stunden.

Viele Fans, schnelles Team: Immoscout24 auf Platz eins

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