Will an die TV-Etats: Mobile Video-App Snapchat.
Will an die TV-Etats: Mobile Video-App Snapchat. © Foto:Screenshot

Social TV | | von Irmela Schwab

TV goes Social: Marketer schichten ihre Budgets zu Facebook, Snapchat & Co. um

Jetzt ist es also soweit: TV verliert an Relevanz - aber nicht zulasten von Online, sondern von Social. Wie Debra Aho Williamson, Analystin beim Marktforscher Emarketer, in Advertising Age sagt, gewinnen Snapchat, Instagram, Twitter und vor allem Facebook an Relevanz. Das Social Network hat jüngst ein Feature gelauncht, dass Videos jeweils an der spannendsten Stelle zeigt. Solche Funktionen hat TV natürlich nicht. 

Dennoch wird der Wandel nicht von heute auf morgen passieren. In den USA zieht TV in diesem Jahr laut Emarketer 70,6 Milliarden Dollar an Werbespendings an sich. Marktschätzungen zufolge wird Facebooks Video Ad-Umsatz gerade mal zwei Milliarden Dollar weltweit betragen. Doch das kann sich laut der Marktforscherin rasch ändern.  

Dazu sorgen mehrere Faktoren: die große Verfügbarkeit von Video-Ads auf sozialen Plattformen, die Reichweite und Demographie, die an TV heranreicht. Facebook-COO Sheryl Sandberg vergleicht die Reichweite von TV mit dem Superbowl, während man bei Snapchat stolz darauf ist, acht mal so viele 13 bis 34-Jährige als TV zu haben, die live zugucken.

Wenn es um Online-Video geht, haben Facebook und Google ohnehin schon die Nase vorn. Laut Comscore hatte Facebook im März 83,3 Millionen Unique User, Google 182,2 Millionen: Das ist mehr als die Online-Präsenzen bekannter amerikanischer TV-Sendergruppen wie ABC Digital, CBS Interactive oder Comcast NBC Universal.

Daher werden digitale Video-Kampagnen immer beliebter. Ebenso wie Tools zur Planung, Einkauf und Werbewirkungsmessung. Die vier großen sozialen Plattformen legen im Markt anerkannte Messgrößen wie Nielsen zugrunde, um Ad Performance zu verifizieren. 

Letztlich nimmt auch die Wichtigkeit von Social zu, wenn es um Engagement und postives Brand-Awarness geht. Das bestätigt die Emarketer-Studie "Video Ads in Social Media: With a Full Slate of Ad Products, the Social Properties Take Aim At TV". Darin stellen Brands immer häufiger fest, wie altmodisch und überholt es ist, in traditionellen 30 bis 60-Sekündern zu denken. Konsumenten würden mehr Zeit mit Social Plattformen verbringen. Für sie sei es zusehends vertrauter, Video auch auf mobilen Geräte zu sehen. 

TV goes Social: Marketer schichten ihre Budgets zu Facebook, Snapchat & Co. um

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