Trial Run Ads bei Google, Emotionen bei Mark Zuckerberg und Edeka
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Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Trial Run Ads bei Google, Emotionen bei Mark Zuckerberg und Edeka

Google ist derzeit wieder sehr umtriebig: Gameanbieter können ihre Spiele-Apps bald einfacher promoten. Mit Googles neuen Trial Run Ads gibt  es die Möglichkeit, User in einem Spiel auf ein neues Game aufmerksam zu machen und es direkt in der App zu testen. Dadurch erhoffen sich die Spielemacher den sofortigen Download der kostenpflichtigen App durch die noch völlig im Spielefieber gefangen User. Youtube wiederum verhandelt mit den großen Hollywood Studios, um dem Premium-Service Youtube Red mit Filmen und Serien aufzuwerten. Und fischt damit bald bei Netflix und Amazon-Prime-Kunden.

Facebook wiederum wildert in den Youtube-Gefilden. Das soziale Netzwerk ist mit seinen Videos ziemlich erfolgreich – schon 8 Millionen Videos sollen pro Tag bei Facebook angesehen werden. Aber es scheint, dass drei Viertel der Videos bei Youtube geklaut sind. Ohne Verweis auf den Urheber. Ein neuer Verteilungskampf beginnt, Youtubern entgehen so nämlich viele Werbeeinnahmen. Und die Frage stellt sich: Ist Facebook eine bessere Welt für Video-Kreative?

Nach der besseren Welt sind wir ja alle auf der Suche. Facebook-Chef Mark Zuckerberg will zu diesem Zweck ein bisschen Geld verteilen. Ganz nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber hat Mark Zuckerberg verkündet, 99 Prozent seines Vermögens herzugeben. 45 Milliarden Dollar Stand diese Woche! Wow! Was für eine Ansage. Doch wie immer heutzutage muss man auch das Kleingedruckte lesen: In den nächsten drei Jahren sollen es erst einmal nur 3 Milliarden Dollar sein. Maximal. Fantastisch, dass Zuckerberg überhaupt Geld spenden will. Aber warum nur wirkt die Ankündigung so unehrlich? Unter dem Gesichtspunkt Glaubwürdigkeit hat diese Ankündigung versagt.

Da wirkt die hochemotionale Werbung #Heimkommen von Edeka mit dem einsamen Opa deutlich ehrlicher. Aber auch trauriger. Opa schickt seine eigene  Todesanzeige, damit seine Kinder an Weihnachten zu ihm kommen. Aber weil so viele Menschen von dieser Werbung berührt werden, hat sich die Bahn gleich dran gehängt und den Opa aufgegriffen und in den Speisewagen gesetzt. Und auch das ein Treffer.

Noch mehr Werbetreffer finden Sie unter den Werbespots des Jahres, die auf Youtube ab sofort gewählt werden. In Kooperation mit den Webby Awards nominierte das Online-Videoportal 25 Werbespots, darunter den von Pandora anlässlich des Muttertags oder die Kampagne #LoveHasNoLabels der gemeinnützigen Organisation Ad Council. Wenn auch Sie einen Treffer landen wollen, schauen Sie sich doch mal die schönsten Adventskalender 2015 an.

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