This is a message!
© Foto:Yvonne Göpfert

Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

This is a message!

"This is a message from LEAD digital: LEAD digital knows the best Influencers in the world. We accept the widest variety of statements, naturally not from Mexicans. Ok, we have no Mexicans here. But anyway - journalists should either send your messages or remain silent. We totally agree. Press and democracy do not fit together. We understand. And we totally agree that Amercica comes first. But maybe you could choose LEAD digital second? Remember how great press can be for a democratic president!?"

Derzeit bewerben sich Europa, andere Teile der Welt und der Mars als "Amercia first. We second. Iran before Irak." No Fake News! I swear. Und es lohnt sich, diese Bewerbungsvideos an Donald Trump zu analysieren. Einfache Aussagen, die klare Sprache, Botschaften, die ins Herz gehen – das sind die Zutaten für gute Werbung. Das merken sich die Menschen.

Die Niederlande – sie haben einen ganzen Ozean gegen sich und die Mexikaner errichtet – the biggest ocean in the world. Finnland soll Tausende von Seen haben – Fake News! Es sind viel, viel mehr. So viele wie Leute bei deiner, lieber Donald, Inauguration waren. Und Deutschland mit seinem Führer... sie alle haben gute Chancen, "Second" zu werden. Für wen wird sich der Präsident entscheiden? Kennt er die Videos überhaupt? Und wie wirken sie auf ihn? Eine Frage, die die Werbeforschung in den nächsten Jahren klären wird.

Wie armselig, ja geradezu billig wirkt da die Werbebotschaft von Präsidentenberaterin Kellyanne Conway: Kauft Ivankas Krempel!  Keine Emotion, es berührt die Leute nicht. Die Ivanka Mode-Kollektion ist bei Nordström rausgeflogen? Na und! That’s Business.

A propos rausfliegen: Wenn es zuhause nicht mehr schön ist, flieht man gerne. Das passiert in jeder schlechten Ehe und das ist auf Business-Ebene nicht anders. Vielleicht zeigte sich Apple Chef Tim Cook daher überraschend in Deutschland und bekräftigte, wie wichtig Deutschland als Partner sei. Vom amerikanischen Präsidenten haben wir solche Worte, die die letzten 50 Jahre traditionell zur unseren außenpolitischen Beziehungen zu den USA gehörten, nicht gehört.

Seit 20. Januar, seit Donald Trump offiziell als Präsident wüten darf, kriselt es jedoch nicht nur international, sondern auch zwischen den US-amerikanischen Tech-Konzernen und dem neuen Präsidenten. Gerade das Einreiseverbot für Menschen aus sieben muslimischen Ländern wollen die Tech-Konzerne nicht durchgehen lassen. Auch Trumps Pläne für mehr Handelsschranken passen den multinationalen Konzernen nicht in den Plan. War Tim Cook deshalb überraschend in Deutschland? Wo er das Berliner Startup Refinery29 - ihr wisst schon- "Kitchen Stories" – besucht hat. Seine Botschaft ist ebenso klar wie klug:"Wer als Arbeitgeber heute, aber vor allem in der nahen Zukunft, nicht bewusst mehr Wert auf Diversity legt und alle Menschen anspricht, wird als Unternehmen nicht erfolgreich. Das trifft für Diversität auf allen Ebenen zu, ganz egal ob Gender, sexuelle Orientierung, Herkunft oder Religion."

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