Lilies Diary vs. ProSieben | | von Petra Schwegler

"Taff" führt Bloggerin als Snapchat-Süchtige vor

Vorgeführt und der "Sensationsgeilheit" geopfert fühlt sich die Bloggerin Christine Neder aka Lilies Diary vom Team des ProSieben-Magazins "Taff". Der Anlass: Am Montagabend brachte der Sender in der Reihe ein Stück unter der Headline "Snapchat-Sucht". Als eine der Süchtigen wurde die Bloggerin vorgestellt, die sich dem Bericht zufolge stundenlang mit der Bewegtbild-App beschäftigt und sich von Außenwelt und Freunden in der realen Welt isoliert. Ein Bild, das Lilies Diary im Gespräch mit dem "Taff"-Team von sich selbst offenbar nicht zeichnen wollte. Sie reagiert am Dienstag – viel beachtet und viel geteilt - via Blog und löst einen kleinen Shitstorm aus. "Mir geht eure Sensationsgeilheit auf den Sack! #taff", begehrt die Bloggerin auf.

Dort lässt sie ihrer Enttäuschung über den Umgang mit Interviewpartnern freien Lauf. Vieles im Beitrag sei erfunden, bloggt Lilies Diary, die sich wohl nach wiederholten Snapchat-Porträts als Gesprächspartnerin zum Thema qualifiziert hat. "Ich habe selber beim TV gearbeitet und weiß, wie schwer es manchmal ist Leute zu finden. Ich habe ihr vier Stunden meines Lebens geschenkt und habe es umsonst gemacht, weil sie mir sagte, sie würde im Gegenzug meinen Blog erwähnen", schreibt sich die Bloggerin ihren Frust vom Hals.

Der "falsche Harald Schmidt", Rob Vegas, wähnt, dass neben der "taffen" Machart auf der TV-Seite auch Naivität bei der Interviewten im Spiel war - und kommentiert: "Ich habe noch nie einen differenzierten Beitrag bei Taff gesehen. Sollte man als Mensch mit angeblicher TV-Erfahrung wissen."

"Taff" führt Bloggerin als Snapchat-Süchtige vor

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