Ebiquity | | von Annette Mattgey

Super Bowl: Social Media-Kritik an Chrysler und Coca-Cola

Für seinen Spot "Puppy love" erhielt die Biermarke Budweiser vorwiegend positive Reaktionen im Social Web. Kein Wunder, dass der Film auch der am häufigsten geteilte Commercial des Super Bowl 2014 ist. Eine Parodie muss sich dagegen Coca-Cola gefallen lassen: Hier wird der Claim "America Is Beauty" auch in klingonisch übersetzt. Ob der positive Buzz sich auch beim nächsten Einkauf auswirkt, ist dagegen fraglich, sagt das Marktforschungsunternehmen YouGov. Sie stellten nur für Doritos eine höhere Kaufbereitschaft fest.

Wann und was sich im Netz an Kommunikation rund um den Super Bowl abgespielt hat, hat sich der Datenanalyse-Spezialist Ebiquity näher angeschaut. Hinsichtlich der Medienabdeckung stellten die Forscher zwei Höhepunkte fest. Zum ersten Höhepunkt kam es um den 30. Januar, als Spots vor dem eigentlichen Super Bowl Slot durchgesickert waren. Treiber des zweiten Ausschlags am 3. Februar waren vor allem Meinungen und Bewertungen zu Spots, die bereits gesendet worden sind. Dieser zweite, stärker ausgeprägte Höhepunkt speiste sich vor allem aus Social-Media-Quellen.

Budweiser hui, Coke pfui

Während sich bei der Sentiment-Analyse für Budweiser der höchste prozentuale Anteil im positiven Bereich ergab, der größtenteils auf den Spot „Puppy Love“ zurückgeht, wurden Chrysler und Coca-Cola von Konsumenten am stärksten kritisiert. „Campaign Strength“ war das beliebteste Diskussionsthema für fast alle Marken. Für die weiteren beliebten Diskussionsthemen ergab sich annähernd eine Gleichverteilung.


Obwohl die Abdeckung in den Online-News-Portalen insgesamt am größten war, überraschte es nicht, dass Diskussionen über die Spots überwiegend in Social-Media-Netzwerken, besonders nach dem Event, stattfanden. Diese waren gleichermaßen von Kritik und Lob geprägt.

Blogbeiträge dominierten mit dem höchsten Share of Voice nicht nur die sozialen Netzwerke sondern auch alle anderen Formen der digitalen Medien. Bei den Blogs waren sowohl konsumentenorientierte, individuelle und auf Sport spezialisierte Blogs vertreten. Auf den Blogs wurden sowohl Meinungen gegenüber Marken geäußert und diskutiert, als auch einzelne Spots miteinander verglichen.

Mit Ausnahme von Budweiser waren alle Marken in den verschiedenen Medien ähnlich abgedeckt. „Puppy Love“ wurde von den Konsumenten ausgesprochen positiv aufgenommen und sorgte mit dem Charme der Niedlichkeit für besonders viele Blogkommentare. Auch Coca-Cola war überdurchschnittlich stark auf Blogs vertreten, wobei es sich hauptsächlich um Meinungen der Zuschauer zum Song „America the Beautiful“ handelte. Durch das Musikstück, das in verschiedenen Sprachen vorgetragen wurde, sollte die kulturelle Vielfalt der Nation zum Ausdruck gebracht werden. Obwohl der Spot viel Kritik geerntet hat, gab es auch Konsumenten, denen der Clip gefiel und die ihn teilten, was wiederum eine breite Debatte auslöste.

Super Bowl: Social Media-Kritik an Chrysler und Coca-Cola

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