GMK-Studie | | von Steffen Konrath

Studie: Facebook und Google gehören nicht zu den Lieblingsmarken der Deutschen

Wer hätte das gedacht? Facebook und Google erfreuen sich zwar großer Nutzerzahlen, doch bei den deutschen Verbrauchern sind die beiden Marken nicht übermäßig beliebt. Laut einer Studie der GMK Markenberatung aus Köln haben die Deutschen kaum eine emotionale Bindung zu ihnen.

Per Telefoninterview befragte die GMK 1.000 Menschen ab 14 Jahren nach ihren fünf Lieblingsmarken. Unter den Genannten finden sich die üblichen Verdächtigen (in der Reihenfolge der Beliebtheit): BMW, Adidas, VW, Audi, Mercedes, Sony, Nike, Apple und viele weitere. Selbst Aldi reiht sich in den vorderen Rängen ein. Doch zwei prominente Marken glänzen in dieser Liste durch Abwesenheit: Facebook und Google.

Die Gründe für die Unbeliebtheit liegen laut Aussage der GMK in der rationalen Beziehung der User zu den Internetseiten. Zwar seien die Nutzer "von dem Produkt oder der Dienstleistung überzeugt", sagt Saskia Diehl von der GMK. "Eine wirklich emotionale Beziehung zur Marke wird dabei jedoch nicht aufgebaut."

Auch die Schnelllebigkeit des Internets sei ein Grund für die fehlende emotionale Bindung. Das Problem der New-Media-Marken besteht laut GMK-Geschäftsführer Hans Meyer-Kortwig daher darin: "Kommt das nächste 'große Ding', sind sie schnell wieder out", so der Marktforscher.

Ein einfaches Gedankenspiel macht das deutlich: Wer trauert heute noch den Marken MySpace oder StudiVZ hinterher, die noch vor wenigen Jahren enorm populär waren? Eine alte Automarke wie Austin Healy oder Triumph bewegt hingegen noch Jahrzehnte die Gemüter von PS-Enthusiasten.

Studie: Facebook und Google gehören nicht zu den Lieblingsmarken der Deutschen

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