BVDW | | von Annette Mattgey

Social-Media-Richtlinie: Blog ist nicht gleich Blog

Eine einheitliche Währung - das ist auch bei Social Media-Marketern ein Wunschtraum. Jetzt hilft der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) schon mal mit einer Richtlinie zum Social Media Monitoring. Sie definiert und gruppiert verschiedene Medientypen, die als Quellen bei der Datenanalyse eine Rolle spielen. Wozu der Aufwand? Weil sich oft hinter gleichen Begriffen völlig unterschiedlich wertige Beiträge finden. So sind "News" aus einem kommerziellen Newsportal etwas anderes als "News" aus journalistischen Angeboten. Ein "Blog"-Beitrag aus einem hauseigenen Medium einer PR- oder Digital-Agentur ist dementsprechend anders zu beurteilen als ein unabhängiges Tech-Blog. „Die neue Richtlinie im BVDW berücksichtigt die derzeit wichtigsten Medientypen und soll künftig die Erfolgsmessung von Social Media am gesamten Markt vereinheitlichen. Ihre Einführung stellt einen ersten Schritt in Richtung Professionalisierung der Monitoring-Branche dar. Aufgrund der dynamischen Entwicklung im Bereich Social Media werden wir unsere Empfehlungen kontinuierlich an die Marktentwicklung anpassen. Wir empfehlen die technische Implementierung der Richtlinie, damit Anbieter und Dienstleister den Bedürfnissen ihrer Anwender in Zukunft vollends gerecht werden“, sagt Anna-Maria Zahn (Foto), stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppe Social Media im BVDW.

Der Verband sorgt mit dieser Richtlinie für mehr Transparenz für Anbieter und Anwender von Social Media Monitoring. Indem die Medientypeneinteilung die Erfassung und Kategorisierung von Medieninhalten vereinheitlicht, sollen Qualität und Aussagekraft der analysierten Monitoring-Daten erhöht werden. Zugleich sieht die Richtlinie eine Reduktion der manuellen Aufwände bei der Datenanalyse vor. Durch diese Vereinfachung sollen insbesondere Nutzer von Monitoring-Systemen profitieren. Die Richtlinie soll branchenübergreifend in der gesamten Wirtschaft eine gemeinsame Ausgangsbasis bilden, um ein einheitliches Verständnis von Social Media Monitoring zu schaffen und das Bewusstsein für die Qualität von Monitoring-Daten zu schärfen.

BVDW schlägt zwei Varianten vor - je nach Untersuchungsziel

Die Fachgruppe Social Media im BVDW definiert zwei Aggregationsstufen für die unterschiedlichen Anwendungsfälle im Social Media Monitoring. Für die Entwicklung einer validen Erfolgskontrolle werden in der ersten Stufe ähnliche Medientypen zusammengelegt, bei denen die größten Überschneidungen festzustellen sind. Dies ermöglicht eine einfache Segmentierung zur Definition der primären Kommunikationskanäle im Social Web.Der BVDW unterscheidet hier zwischen acht verschiedenen Medientypen, darunter Bewertung,  Blogs, Foren und Social Networks.

Die zweite Stufe enthält 14 Kategorien, trifft also eine noch detailliertere Unterscheidung der Kanäle für eine noch höhere Aussagekraft der Analysen. Die BVDW-Richtlinie berücksichtigt sowohl jegliche Arten von Social Media (z.B. Social Networks, Microblogging Plattformen, Weblogs, Foren, Bild- und Videoportale sowie Bewertungsplattformen) als auch Webseiten mit integrierten Social-Media-Funktionen zum Teilen oder Bewerten (z.B. Presseportale, Nachrichtenplattformen, Unternehmenswebseiten).

Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Anwendungsfällen und -szenarien stehen in der neuen BVDW-Richtlinie für Social Media Monitoring. Das PDF-Dokument ist kostenfrei auf der BVDW-Website unter www.bvdw.org erhältlich.

Social-Media-Richtlinie: Blog ist nicht gleich Blog

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