Youtube & Co. | | von Irmela Schwab

Social-Media-Experte Mitchell: "Social Videos führen zu mehr Interaktion mit dem User"

Dass sie mit guten YouTube-Videos virale Effekte erzielen, wissen viele Unternehmen. Doch mit der steigenden Verbreitung von Bilder- und Video-Sharing-Apps wie Pinterest, Instagram und Viddy wird die Sichtbarkeit der Mini-Filme immer höher. Für Werbungtreibende steigt damit die Brisanz, alle Kanälen mit viel unterhaltsamen Filmmaterial zu bespielen.

In den USA tun sich dabei besonders Luxusartikler aus der Mode-Industrie hervor, wie Luxury Daily berichtet. So haben Dolce & Gabbana, Marc Jacobs und Prada, die sonst kaum im Fernsehen werben, Kurzfilme produziert, die ihre teuren Textilien in einer künstlerischen Art darstellen oder sich mit der Geschichte der Marke beschäftigen. Diese Geschichten werden über alle sozialen Kanäle gestreut. Prada hat sogar Roman Polanski und die Schauspieler Helena Bonham Carter und Ben Kingsley angeheuert, um den dreieinhalbminütigen Film "A Therapy" zu drehen - und weist im filmähnlichen Abspann auch stolz auf die prominente Besatzung hin. 

Auch die Facebook Timeline hat die Bilderwelten - animierte oder statische - auf einen neuen Sockel gehoben. "Es gibt viele positive Beispiele für den Zuwachs der Seitenattraktivität dank der neuen Timeline und zu den Gewinnern gehören auch eine ganze Reihe kleiner Unternehmen", sagt Mark Mitchell, Social Media Director der Londoner Agentur My Social Agency. "Gut durchdachte Seiten, die besonders auf interessante Inhalte und ansprechendes Bild- und Videomaterial Wert legen, setzen die Timeline sehr zu ihrem Vorteil ein." Als gutes Beispiel nennt Mitchell Red Bull: Der Getränkehersteller aus Österreich wirbt dort nicht mit seiner Limonade, sondern mit Bildern seiner gesponserten Sportarten. Der eigene Video-Kanal Red Bull TV ist dort ebenfalls präsent.

"Online-Inhalte lassen sich über Filmmaterial in der Regel besser darstellen", urteilt Social Media-Experte Mitchell. "Über Social Videos wird eine höhere Interaktion mit dem User erzielt, weil sich darüber mehr Informationen übermitteln lassen." Das perfekte Social Video sollte keine einfache Verlängerung eines TV-Spots sein, sondern einen originären Ursprung haben. Es sollte nicht länger als zwei Minuten sein und, so Mitchell, interessante, aber keine komplizierten Bildfolgen zeigen. Die Macher sollten bei der Umsetzung des Films idealerweise nach einem stichpunktartigen Headline-Script vorgehen. Dann stünde einer viralen Verbreitung auf allen Kanälen nichts mehr im Wege.

Social-Media-Experte Mitchell: "Social Videos führen zu mehr Interaktion mit dem User"

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