Social Selling | | von Irmela Schwab

Social Media: Aus dem Kosten- ein Profitcenter machen

Produkte auf sozialen Netzwerken nicht nur zu bewerben - sondern zu verkaufen: Das ist der große Traum von Marketern. Der nun immer realere Formen annimmt. In San Francisco hat die Social Shopping-Technologie Soldsie gerade die Kooperation mit Ebays E-Commerce-Software Magento bekannt gegeben. Ein wichtiger Schritt für das Startup, seine Social Selling-Lösung weltweit zugänglich zu machen: Magento wird immerhin von gut 240.000 Händlern weltweit genutzt.

Während der Facebook-Commerce bisheriger Machart vor allem daran gescheitert ist, gemessen an der Schnelligkeit des Internets zu langsam und umständlich zu sein, muss der User ein mit einem Preis versehenes Produkt auf Facebook oder Instagram einfach nur mit "sold" kommentieren - die Abwicklung übernimmt Soldsie, wo sich der User natürlich zunächst registrieren muss. Bisher schon verkaufen gut 1500 Händler ihre Waren mit Soldsie. Seit dem Launch im Mai 2012 wurden 25 Millionen Transaktionen abgewickelt.

Für Soldsie-CEO Chris Bennett ist Social Shopping das next big thing, das den E-Commerce nachhaltig umkrempelt. "Social Selling wird eine tiefe Auswirkung auf Sales-Strategien haben, Community Relations und die Markenpersönlichkeit im Netz." Noch dazu komme natürlich, dass Verkaufen über soziale Portale den Händlern die Möglichkeit gibt, einen Kanal zu monetarisieren, der viel Zeit und Geld koste. "Richtig umgesetzt hat Social Selling das Zeug dazu, soziale Plattformen von einem Kosten- in einen Profitcenter zu verwandeln."

Auch andere Dienste wie Chirpify und Stripe bieten ähnliche Social Selling-Lösungen für soziale Plattformen an. Das deutsche Startup Pay with a Tweet, das bei der Dmexo im Startup-Village präsent ist, hat dabei einen besonderen Ansatz: Anstatt Waren auf Twitter gegen Geld zu verkaufen, muss der User über das Produkt tweeten, wofür er mit einem Geschenk entlohnt wird. Damit wird der Buzz und die Verkäufe des Produkts angekurbelt. Welche weiteren Optionen es gibt, um Facebook, Instagram, Pinterest und Twitter für den Verkauf der eigenen Produkte einzuspannen, lesen Sie in der aktuellen LEAD digital Nr 16.

Social Media: Aus dem Kosten- ein Profitcenter machen

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