Budweiser präsentiert sich mal als britischer (links) mal als amerikanischer (rechts) Liebling.
Budweiser präsentiert sich mal als britischer (links) mal als amerikanischer (rechts) Liebling. © Foto:Screenshot

Lokale Werbung | | von Irmela Schwab

So sieht relevanter Content aus: Wie Budweiser den britischen Markt erobert

Be global, act local: Für Marken, die im Ausland stärker expandieren wollen, ist die Devise gültiger denn je. Das hat jüngst Budweiser bewiesen. Um im britischen Markt den Bierkonsum anzukurbeln, hat die amerikanische Biermarke jüngst in lokale Kampagnen und länderspezifische Social Media-Accounts investiert, wie der New Yorker Marktforscher L2 berichtet. In einer Analyse hat L2 dazu mehrere Biermarken unter die Lupe genommen - und dabei festgestellt, dass nur 41 Prozent aller Biermarken ihre Social-Media-Inhalte auf den britischen Markt abstimmen.

Ein Paradebeispiel für lokale Aktivitäten ist die #DreamGoal-Kampagne. Darüber hat Budweiser Amateur-Fußballer dazu aufgerufen, ihre spektakulärsten Tore auf Youtube hochzuladen. Die besten Videos werden auf nationalen TV-Sendern und Social Media gezeigt sowie ein Betrag von 50.000 Pfund für den Verein der Wahl des jeweiligen Gewinners ausgelobt.

Das Resultat: In den vergangenen sechs Monaten erzielte die Kampagne 1,5 Millionen Views auf Youtube. Außerdem ernteten Budweisers #DreamGoal-Videos im Schnitt 34-mal mehr Views als die Wimbledon-Werbung vom belgischen Konkurrenten Stella Artois.

Ausgezahlt hat sich außerdem, dass Budweiser regional spezifischen Inhalt, Events und Gewinnspiele anbietet, um mit Kultur und Trends der Konsumenten Schritt zu halten. In dem Zug hat die Marke mit englischen Fußball-Spielern John Barnes und Graeme Le Saux kooperiert, um limitierte Editionen zu promoten, über die Konsumenten Bierdosen in speziellem limitierten Design gewinnen konnten.

Auch von Buzzfeed hat sich Budweiser unter die Arme greifen lassen: Im vergangenen Jahr hat der Bierbrauer fünf Artikel gesponsort, um seine organische Reichweite auszubauen.

Im amerikanischen Markt bekommen die User von den aushäusigen Aktivitäten übrigens nichts mit: Dort nutzt Budweiser seinen amerikanischen Facebook-Account dafür, um sich ganz als amerikanische Marke darzustellen.

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