Björn Wenzel, Geschäftsführer von Lucky Shareman.
Björn Wenzel, Geschäftsführer von Lucky Shareman. © Foto:Lucky Shareman

Profi-Tipps | | von einem Gastautor

So messen Sie den Erfolg Ihrer Influencer-Kampagnen auf Instagram

Instagram-Stars können bis zu 2 Mio. Follower erreichen  - wie etwa die Fitness-Expertin und deutsche Instagram-Queen Pamela Reif. Im Gegensatz zu Standard-Werbeformaten kommt es bei Instagram-Kampagnen darauf an, dass sich die Instagrammer zum glaubwürdigen Sprachrohr für Marken machen. Björn Wenzel, Geschäftsführer der Agentur für Influencer-Marketing Lucky Shareman, findet, dass die Professionalisierung der Plattform für Marketingzwecke kurz bevor steht: "Momentan lassen sich nur theoretische Reichweiten und Interaktionsraten für Instagram-Kampagnen messen. Die echten Zahlen werden noch viel höher ausfallen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Instagram die tatsächlichen Reichweiten ausweisen wird." Zur Professionalisierung der Plattform sollen auch die beiden jüngsten Änderungen beitragen: Bei Instagram entscheidet künftig der Algorithmus, wer was sieht. Und Videos dürfen nun auch länger sein.

Der Instagram-Experte Björn Wenzel erklärt, welche vier Kennzahlen zur Erfolgsmessung von Influencer-Kampagnen auf Instagram wichtig sind:

1.       Interaktionsrate: nicht nur Erfolgskennzahl, sondern Qualitäts- und Fake-Detektor

Die Interaktionsrate ist die ausschlaggebende Kennzahl zur Erfolgsmessung von Influencer-Kampagnen auf Instagram. Über die Instagram-API erhält der Werbungtreibende die Anzahl der Follower der beteiligten Instagrammer, die Anzahl der Likes und Kommentare. Daraus lässt sich die Interaktionsrate errechnen. Auf Instagram ist sie im Vergleich zu allen anderen sozialen Netzwerken, egal ob organisches Posting oder Werbebuchung, am höchsten. Erfahrungsgemäß liegt sie bei einer erfolgreichen Kampagne zwischen fünf und zehn Prozent. Fällt der KPI unter vier Prozent wird die Interaktionsrate zum Qualitäts- und Fake-Detektor. Entweder haben die Fans das Interesse an dem Instagrammer verloren oder sie wurden eingekauft.   

2.       Follower und Reichweite: Ad Impressions als Rechenaufgabe

Die Anzahl der Follower eines Instagrammers bildet die Reichweite von Influencer-Kampagnen. Marken ziehen in vielen Fällen als Berechnungsgrundlage Ad Impressions oder Views vor. Ob nun eine Kampagne mit sieben Millionen Ad Impressions über einen Instagrammer mit sieben Millionen Followern oder über sieben Instagrammer mit je einer Million Follower verteilt wird, ist eine Frage des Kampagnenkonzepts.

3.       Nutzung des Kampagnen-Hashtags: jenseits von #love und #instamood

Ein kampagnenspezifischer Hashtag kann ebenfalls als KPI genutzt werden. Dazu errechnet man die Weiterverbreitung des Hashtags durch die User. Die Marke setzt also ins Verhältnis, wie viele Posts sie selbst bzw. der beauftragte Instagrammer mit dem Hashtag verbreitet hat und wie viele User das Schlagwort weitergenutzt haben. Daraus lässt sich eine zusätzliche Reichweite der Kampagne ermitteln.

4.       Follower des Marken-Accounts: mehr Sichtbarkeit als positiver Nebeneffekt

Die Fangewinnung für den Marken-Instagram-Account steht bei Kampagnen meist nicht im Vordergrund, ist aber eine Kennzahl, die trotzdem etwas über den Erfolg der Kampagne aussagt. Der Instagrammer sollte zum Bild auch immer den Unternehmensnamen mit posten. Dadurch erhöhen sich die Sichtbarkeit der Marke und die Chance, dass die Follower des Instagrammers den Marken-Account besuchen und ihm wiederum folgen.

 

So messen Sie den Erfolg Ihrer Influencer-Kampagnen auf Instagram

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