Wochenrückblick | | von Christina Rose

Schwelgen, Scannen, Shoppen, Schlemmen.

Thank god, it’s friday – food friday! Heute wird unter dem Hashtag #FoodFriday endlich mal legitimiert, was in Social Media schon fast wieder verpönt ist: sich in nicht ganz epischer Breite über Essen auslassen. Über Twitter und die Video-Streaming-App Periscope darf geschwelgt, getauscht, gefachsimpelt werden. Europaweit haben über 290 Restaurants und Küchenchefs ihre Teilnahme zugesagt, aus Deutschland unter anderem Fernsehkoch Johann Lafer, Tim Mälzers Restaurant Bullerei, die Köchin Cynthia Barcomi sowie das Sterne-Restaurant Schwarzwaldstube.

Und wer beim Anblick der ganzen appetitlichen Fotos und Tweets schon auf seine Tastatur sabbert, kann sich gleich online bei Emmas Enkel mit Vorräten eindecken – zumindest wer im Ruhrgebiet oder Berlin lebt. Oder er geht auf den Düsseldorfer Campus der Metro Group und scannt und bestellt mit seinem Smartphone seine Einkäufe an einer Monitorwand. In Kooperation mit Metro-Tochter Real hat das Düsseldorfer Start-up aus dem Multichannel-Lebensmittelhandel, an dem Metro ebenfalls beteiligt ist, dort einen digitalen Supermarkt eröffnet.

Nochmal Lebensmittelhandel: Mit dem Vorstoß von Aldi Nord dürfte das kontaktlose Bezahlen per Handy einen deutlichen Schub Richtung Massenmarkt bekommen. Denn seit dieser Woche können Kunden bei dem Discounter kontaktlos per Maestro und V-Pay per NFC-Technik bezahlen. Voraussetzung ist eine NFC-fähige Maestro- oder V-Pay-Debitkarte oder ein NFC-fähiges Smartphone mit Wallet-App . Zum Bezahlen hält der Kunde die Karte oder das Smartphone nur kurz über das Terminal. Dieses erkennt alle notwendigen Informationen in wenigen Sekunden. Bei Zahlungen unter 25 Euro entfällt zudem die Eingabe einer PIN.

Liefern lassen sich Kunden ihre georderten Waren übrigens nicht - wie oft vermutet – nach Feierabend, sondern am Vormittag zwischen 10 und 13 Uhr, wie eine Auswertung der Hermes Logistik Gruppe Deutschland zur Paketzustellung in Zeitfenstern zeigt. Sechs von zehn Kunden entscheiden sich für den Paketempfang im Zeitfenster am Vormittag – gerne auch ins Büro. Nur 15 Prozent wählen die Lieferung zum Feierabend – gleich viele wie bei der Nachmittags-Option. Am wenigsten attraktiv ist die Mittagszeit mit zehn Prozent. Die gehört dem Essen oder zumindest dem Twittern und Posten davon.

Die Woche aus der Social Media-Perspektive finden Sie wie gewohnt im W&V Viralanzeiger. Diesmal mit einem eigenen #merkelmeme anlässlich des G7-Gipfels, den amüsanten Berlin-Tipps einer Lehrerin, einer reizende Aretha-Franklin-Kopie und einem Eisbach-Surfer mit Brot unter den Füßen.

Schwelgen, Scannen, Shoppen, Schlemmen.

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