Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Schöner Werben auf Periscope, Instagram und Twitter

Kürzlich erst davon gehört und schon explodiert der Service: Periscope hat es geschafft, 10 Millionen User binnen sechs Monaten zusammenzusammeln. Und die gucken. Laaaange. Man könnte sagen, Periscope is the next big thing. Auf jeden Fall sollten Marketer das Social Media Tool im Auge behalten. Bertelsmann oder die Bundesliga tun das bereits. Der Erfolg? Borussia Dortmund beispielsweise ist auf Periscope Meister der Herzen! Durch Antippen des Bildschirms während einer Periscope-Übertragung senden die Zuschauer Herzen. Diesen Liebesbeweis hat der BVB bisher rund eine Viertel Million Mal erhalten.

Auch nicht uninteressant: Instagram. In Deutschland zählt der Dienst derzeit rund 4 Millionen User. Doch einfach ein paar verdammt hübsche Alltagsbilder posten reicht nicht. Bei Instagram geht es um Emotionen, um den einen Moment der Freude, der Leidenschaft, der Liebe. Auf Instagram werden Sehnsüchte und Selbstdarstellung gespielt. In echt. Also authentisch. Welche deutschen Unternehmen Instagram richtig gut können, hat W&V gründlich analysiert. Tchibo und Haribo sind dabei, aber auch Überraschungs-Instagramme wie der Pharmariese Bayer oder der Reiseanbieter Thomas Cook.

Während Periscope und Instagram noch mit Wachsen beschäftigt sind, liefern sich die Platzhirsche Google und Facebook einen Machtkampf um den Einfluss im Web. Im "Authority Report" des Webanalyse-Anbieters Parse.ly steht: Suchmaschinen verlieren an Bedeutung. Google soll von Mai bis Juli 38 Prozent des Traffics auf die von Parse.ly untersuchten Webseiten weitergeleitet haben. Facebook schaffte 40 Prozent, alle Socila Networks zusammen 43 Prozent. Im Januar vor einem Jahr lag die Quote für Facebook-Weiterleitungen erst bei 20 Prozent des Traffics. Für seine Studie analysierte Parse.ly Daten auf mehr als 400 Plattformen, unter anderem von Nachrichten- und Verlagsseiten wie Reuters, Fox, Condé Nast oder Mashable.

Doch Facebook will nicht nur Nachrichten auf seine Seiten ziehen. Derzeit arbeitet Mark Zuckerberg fieberhaft daran, auch Blogger auf Facebook zu etablieren. Dazu bietet Facebook einen Editor für Notizen, der stark an Blogging-Plattformen erinnert und es Usern ermöglicht, eigene Artikel direkt auf Facebook zu publizieren. Könnte auch für Marketer ne praktische Funktion werden.

Twitter dagegen kämpft gegen den Verfall. Der Twitter-Kurs ist unter seinen Ausgabepreis gefallen. So hatten sich das die Aktionäre nicht vorgestellt. Um das Schlimmste abzuwenden, baut Twitter sein Publisher Network aus: Die neue Audience Platform soll's richten. Über die Audience Platform können nun auch deutsche Werbekunden ihre Twitter-Kampagnen auf Mobile Apps verlängern. Twitter gibt sich optimistisch: In den letzten Monaten sollen Werbekunden, die Kampagnen sowohl über Twitter als auch über die Twitter Audience Platform geschaltet haben, ihre Reichweite verdoppelt und ihre Cost-per-Engagements (CPE) um bis zu 30 Prozent reduziert haben.

Schöner Werben auf Periscope, Instagram und Twitter

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