Arbeiten an Werbewirkungs-Kontrolle durch Dritte: der Werbeverband ANA in den USA.
Arbeiten an Werbewirkungs-Kontrolle durch Dritte: der Werbeverband ANA in den USA. © Foto:Unternehmen

Auditing | | von Irmela Schwab

Schluss mit Betrug bei Display-Ads: Werbungtreibende lassen doppelchecken

Klickroboter, die Impressions künstlich in die Höhe treiben, und Ads, die erst gar nicht gesehen werden: Die Werbungtreibenden in den USA haben genug von solchen Botschaften, und arbeiten an Lösungen. Wie eine Studie des Werbeverbands Association of National Advertisers (ANA) unter 154 Marketing-Managern zutage gefördert hat, wünscht sich die große Mehrheit eine Werbewirkungs-Kontrolle durch eine dritte unabhängigen Instanz: 97 Prozent der Befragten stimmten dafür.

Ebenfalls vertrauen mit 90 Prozent die meisten aller Antwortgeber nicht darauf, dass ihre digitalen Werbebotschaften überhaupt den Sichtbarkeits-Standards  genügen. Sollten die Publisher dem Wunsch nach Überprüfbarkeit also nicht erfüllen, sagten immerhin 61 Prozent, dass sie ihre Budgets dann anderweitig investieren wollen. Dem Druck haben immerhin schon Facebook und Google nachgegeben, die zuvor massiv gegen die Messung durch Dritte sträubten: Die beiden Werberiesen halten laut der Pivotal Search Group gut 60 Prozent am digitalen Werbemarkt. Die Schlacht scheint somit so gut wie gewonnen.

Schon vor einem Jahr wurden Stimmen laut, die Sichtbarkeits-Standards für ihre Online-Display- und Video-Ads einforderten - auch hierzulande. Der Werberat MRC (Media Rating Council) und die ANA hatten dies unterstützt. So hat der MRC seither schon 20 Auditor aufgenommen - darunter Meetrics, der das auch für den deutschen Markt in die Hand genommen hat. Sowie auch Moat. Der startet nun nun auch im Auftrag von Google die Ads auf YouTube zu überprüfen. Der Suchmaschinen-Player überlegt offenbar auch Dienstleister wie Integral AdScience, ComScore und DoubleVerify dafür ins Boot zu holen. Auch Facebook hat Moat damit beauftragt, die eigenen Video Ads zu kontrollieren und dies auch bei Display und Instagram Ads zuzulassen. Selbige Verifizierung bietet Facebook  auch in Deutschland an.

Schluss mit Betrug bei Display-Ads: Werbungtreibende lassen doppelchecken

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