Florian Ruckert stellt in seinem letzten Jahr an der RMS-Spitze die Weichen für Programmatic Audio im UKW-Bereich.
Florian Ruckert stellt in seinem letzten Jahr an der RMS-Spitze die Weichen für Programmatic Audio im UKW-Bereich. © Foto:RMS

"Buchungssystem der Zukunft" | | von Petra Schwegler

RMS baut mit Adremes Programmatic Audio fürs UKW-Radio auf

Spatenstich für Programmatic Audio im analogen Radio bei der RMS: Der Hamburger Audiovermarkter wird in Kooperation mit Adremes, Kommunikations- und Handelsplattform für Audiowerbung in Europa, ein "Buchungssystems der Zukunft" für UKW-Radiospots aufbauen. Der Neubau basiert auf der Adremes-Plattform.

"Das Ziel des Projekts ist es, eine vollständige Automatisierung der Buchungsprozesse zwischen RMS, den 161 von ihr vermarkteten Radiosendern und schließlich den Agenturen zu erreichen", heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Der Zeitplan sieht nun vor, dass die technischen Schritte zum Anschluss der Sender bis Ende 2017 abgeschlossen werden sollen. Ab 2018 soll dann die gemeinsame Plattform RMS/Adremes in den Regelbetrieb übergehen. In einem nächsten Schritt soll der Anschluss der Mediaagenturen erfolgen.

Datenströme vom Kunden direkt über die Plattform zum Sender

Die Folge: Das gesamte UKW-Inventar von RMS kann künftig über die neue Plattform gebucht werden. Zudem können die Audiospots über diesen Weg an die Sender übertragen werden. Damit würden bisherige Prozesse via E-Mail und Dateiübertragung abgelöst, heißt es.

Florian Ruckert, Vorsitzender der Geschäftsführung von RMS zu der Kooperation:

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"Nachdem die Gattung Audio die erste Konvergenzwährung realisiert hat, ist dies ein weiterer logischer Schritt auf dem Weg in einen konvergenten Audiomarkt aus UKW und Online Audio. Mit der Automatisierung des Mediahandels für UKW-Inventar sorgen wir dafür, dass die UKW-Werbung auch in der datengetriebenen Welt ihre Relevanz für Werbekunden behält und zukünftig Schritt hält mit den entstehenden Anforderungen von Programmatic Advertising."

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Adremes-Geschäftsführer Nico Aprile ordnet die Vorteile ein, die das Buchungssystem der Zukunft den verschiedenen Akteuren bietet:

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"Die Radiowerbung wird sich zugunsten aller Beteiligten verändern: Werbetreibende werden durch das datengetriebene Vorgehen ihre Zielgruppe erheblich genauer erreichen können und die Streuverluste verringern. Kontextabhängige Werbung ist relevanter für die Hörer – damit ist sie für die Sender besser zu vermarkten und die Umsätze können gesteigert werden. Und nicht zuletzt ist relevantere und damit interessantere Werbung auch ein Plus für die Hörer."

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Details zur Funktionsweise des geplanten Buchungssystems: Die Werbedispositions- und Playoutsysteme der Sender sowie die Systeme von RMS werden an die Plattform angeschlossen. Zudem können perspektivisch externe Daten wie Wetter- oder Verkehrsdaten ins System eingespeist werden. Somit können auf der Plattform später – über eine Web-Oberfläche – Kampagnen erstellt, durchgeführt und auch optimiert werden.

"Policies" regeln den Ablauf des Buchungsprozesses

Gegenwärtig steht bei der Kooperation noch die Anbindung der Werbedispositions- und Buchungssysteme im Vordergrund. RMS und Adremes heben hervor, "dass die Kontrolle über die Prozesse trotz weitreichender Automatisierung bei den beteiligten Akteuren verbleibt". Denn: Sender und Vermarkter legen gemeinsam "Policies" fest, die den Ablauf des Buchungsprozesses genau regeln.

Einen ersten Testlauf hat Programmatic Audio via RMS schon bestanden: Ende 2015 wagte sich Burger King ans automatisierte Buchen und Ausspielen - allerdings bei Online-Audio-Angeboten im Hörermarkt.

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