Panama Papers, Virtual Reality als Dauerzustand und der Sinn von Emojis
© Foto:Yvonne Göpfert

Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Panama Papers, Virtual Reality als Dauerzustand und der Sinn von Emojis

Die Worte der Woche lauteten: 2,6 Terabyte Daten, 11,5 Millionen Dokumente und 214 000 Briefkastenfirmen. Die SZ hat aufgedeckt. Aber was genau eigentlich? Dass viele Firmen und hochgestellte Persönlichkeiten der Macht des Geldes gefolgt sind. Komischerweise leckten vor allem Namen aus Westeuropa und Russland. Dürfen wir also froh sein, dass die Amerikaner alles ehrliche Geschäftsleute sind? Oder haben wir keine vollständigen Datensätze, sondern nur Panama EMEA-Daten?

Es ist eben alles eine Frage der Segmentierung. Beim Kundendatenhandel beispielsweise interessieren an erster Stelle ebenfalls die B2B-Daten und erst an zweiter Stelle B2C-Daten. Vor allem Software-Unternehmen sind an Daten interessiert – vermutlich naturbedingt. Und natürlich der Finanzsektor mit seinem vielen (wie legal auch immer verdientem) Geld hat fleißig Kundenprofile geshoppt. Aber wenn sie schon kaufen, kaufen sie Daten von Kunden mit Kaufabsicht.

Inwieweit die neuen Emoticons von Facebook hier Hilfestellung geben können, ist noch schwammig. Anscheinend sind die Facebooknutzer zu alt und unflexibel, um die neuen Emojis zu nutzen – zumindest wird der klassische Like-Button immer noch 20 mal häufiger geklickt. Oder ist es einfach so, dass die Grafiken so hässlich sind, dass man es lieber sein lässt, sie anzusehen? Wie auch immer - wenn schon Emoji, dann mit Herz! Und das könnte durchaus etwas über Kauflust aussagen!

A propos Lust: VR soll ja 2016 zur großen Lust der Menschheit werden. Heise hat in einem 6-Stunden-Marathon mal ausprobiert,  was für Folgen ein Leben in der künstlichen Welt haben könnte. Das Fazit von c't-Redakteur Jan-Keno Janssen: Wenn die Hardware gut arbeitet und dir trotzdem schlecht wird, ist die Software Schuld. Fürs Marketing heißt das: Macht es richtig oder gar nicht.

Ach ja, von gar nicht zu richtig ist jetzt der Facebook Messenger mutiert: Endlich wird jede Nachricht in WhatsApp verschlüsselt. Das bedeutet zwar einerseits, dass sehr viele spannende Daten niemals ausgewertet werden können. Zugleich aber auch, dass der Kunde mehr Vertrauen in den Messenger gewinnt. Dass Kunden zu Threema und anderen Messengern abgewandert sind, kann damit gestoppt werden. Und das sind definitiv gute Nachrichten: Denn es kommt die Zeit, da der Messenger ein Verkaufskanal mit persönlicher Beratungskompetenz werden wird – Zalando und Outfittery experimentieren ja schon damit. Doch nur wenn die Privatsphäre geschützt ist, öffnet sich der Kunde. Weniger Daten ist eben manchmal mehr!

Panama Papers, Virtual Reality als Dauerzustand und der Sinn von Emojis

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht