Outdoormarken-Ranking: Mammut steht an der Spitze
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Social-Media-Performance | | von Annette Mattgey

Outdoormarken-Ranking: Mammut steht an der Spitze

Sie haben alles, was man für erfolgreiches Social-Media-Marketing braucht: innovative Produkte, die sich in spektakulären Aktionen und in atemberaubender Landschaft inszenieren lassen. Kleiner Haken: die wenigsten Outdoor-Marken schaffen das. Obwohl alle großen Outdoor-Markenhersteller auf Facebook vertreten sind, nutzen sie die Möglichkeiten des Netzwerks nicht optimal aus, um Aufmerksamkeit für ihre Produkte zu schaffen und mit ihren Kunden in Kontakt zu treten: 62 Prozent haben deutlichen Optimierungsbedarf bei ihrer Marketing-Performance. Das beweist der "UDG Facebook Performance Index", der die Seiten der 13 umsatzstärksten Outdoor-Markenhersteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in dem sozialen Netzwerk untersucht hat.

Auf Platz eins liegt Mammut mit 73 von maximal 100 Punkten, der Schweizer Hersteller ist besonders stark im Bereich Dialog und Community-Management. Mammut teilt Nutzercontent mit seinen Fans, geht individuell auf Anfragen ein und greift auch Konversationen auf, die keinen Servicehintergrund haben. Damit agiert das Unternehmen als einzige der analysierten Marken sehr gut mit seiner Community (mehr zur Content-Marketing-Strategie hier in einem Blogger-Beitrag von André Gebel). 

Position zwei belegt mit 66 Punkten der Ausrüster Jack Wolfskin, der vor allem mit relevanten, abwechslungsreichen Inhalten überzeugt und diese passend zur Social-Media-Welt inszeniert. Auf drei folgt mit nur einem Punkt Abstand Schöffel. Der Sportbekleidungshersteller hat Facebook als Kanal besonders professionell aufgesetzt und nutzt viele Formate und Funktionen des Netzwerks. Auf den letzten Rängen befinden sich Maloja, Vaude und Ortlieb.

In die Analyse von UDG flossen drei Aspekte ein: Content & Storytelling, Dialog & Community-Management sowie Distribution & Channel-Setup. Unterteilt in Subkategorien wurden unter anderem Kriterien wie Themenvielfalt, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Interaktions- und Antwortrate, Einsatz von Advertising sowie Tracking bewertet. Die quantitativen Daten wurden mit dem Social-Media-Analyse-Tool Socialbakers erhoben, Untersuchungszeitraum war April bis September 2016.

Fazit:

Obwohl ein Facebook-Auftritt fester Bestandteil der Marketingstrategie ist, fehlt es den meisten Outdoor-Herstellermarken an einer integrierten Contentstrategie. Sieben Marken binden außer Produktseiten keine weiteren Inhalte der eigenen Webseite ein und bei sechs Herstellern besteht ein großer Teil der Beiträge aus fremdem, kuratiertem Content.

Kundenservice auf Facebook ist für die Mehrheit noch immer Neuland und bei keiner der Seiten treten Nutzer als Fürsprecher der Marken in Erscheinung, obwohl bei allen insgesamt ein positives Sentiment unter den Fans vorherrscht. Neun von 13 Marken verzichten zudem auf profundes Tracking und damit die Leadoptimierung für den Online-Shop, obwohl sie anhand der Informationen Kunden hervorragend mit personalisierten Angeboten ansprechen könnten.

Alle Ergebnisse der Auswertung hier in der Infografik:

18112016_UDG Facebook Performance Index_Outdoor-Markenhersteller_Grafik (2)
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