Großbritannien | | von Annette Mattgey

Oreo bekommt Ärger wegen Native Advertising

Die britische Werbeaufsicht ASA (Advertsing Standards Authority) hat mehrere Video-Beiträge von Bloggern beanstandet, weil sie nicht deutlich genug auf den Werbecharakter der Filme hinweisen. Dem Publikum müsse schon vor dem Abspielen klar sein, dass es sich um einen Werbespot handle. Mondelez hatte einige sehr bekannte britische Video-Blogger angesprochen, um für ihre Keksmarke Oreo ein "Lick Race" zu veranstalten, bei dem es darum geht, die Doppelkekse auseinanderzudrehen, die Creme abzulecken und das Ergebnis dann im Video zu präsentieren. Mitgemacht haben etwa Phil Lester und Dan Howell, deren Kanal mehr als zwei Millionen Abonnenten hat.

Die beiden machen gleich am Anfang klar, dass sie von dem Lebensmittelkonzern angeschrieben wurden, um beim "Lick Race" dabei zu sein. Mondelez ist sich daher keiner Schuld bewusst: "Es ist ausreichend klar, dass die Videos Werbung sind." Mondelez habe die Blogger entlohnt und deutlich gemacht, dass es sich um eine Promotion handelt. Der Abspann beziehungsweise der Info-Text unter den Youtube-Videos erklärt, dass die Blogger mit der Marke zusammengearbeitet haben.

Nach den britischen Werberichtlinien müssen Werbespots "offensichtlich erkennbare Marketing-Kommunikation" sein. Da es sich bei den Youtube-Kanälen überwiegend um redaktionelles Material handelt, hätte der Werbecharakter vor dem Abspielen klar werden müssen. Der Stil ähnele den übrigen, regulären Botschaften, daher sei nicht sofort erkennbar, dass es sich um Marketing-Kommunikation handelt. Auch der Abspann-Text ("Thanks to Oreo for making this video possible") reicht der Behörde nicht aus.  

Hier das beanstandete Video von Dan und Phil:

Oreo bekommt Ärger wegen Native Advertising

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