Das ist der aktuelle Bang Bang Banana Jungle Burger.
Das ist der aktuelle Bang Bang Banana Jungle Burger. © Foto:Carlo Feick

Lesetipps | | von Annette Mattgey

Nur mit Facebook Ads schaffte dieser Burger-Laden den Durchbruch

Onlinemarketing ohne eigene Website: Kann das funktionieren? Und wie. Der Gelsenkirchener Burger-Laden von Ben Küstner und seinen Partnern verließ sich allein auf Facebook Ads. In diesem Blog-Beitrag bei "Social Marketing Nerds" beschreibt Küstner ausführlich das Erfolgsrezept.

Das Lokal "Bang Bang Burgers and Beer" ist geradezu ein Paradebeispiel, wie kleine und mittlere Unternehmen mit überschaubaren Mitteln das Beste aus Facebook für sich herausholen können. Das Social Network versucht seit einiger Zeit, diese Gruppe gezielt zu schulen und zu fördern und positive Beispiele bekannt zu machen - wie etwa das der Kitchen Guerilla. Auch hier ging es um das möglichst appetitliche Präsentieren von Lebensmitteln.

Die Macher hinter "Bang Bang Burgers and Beer":

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Die Gründer Florian Beisenbusch, Ben Küstner und Alexander Schlüter (von links).

"Bang Bang Burgers & Beer" eröffnete im Dezember 2014 (hier geht's zur Facebook-Seite). Küstner schildert akribisch, wie er den ersten Werbe-Post im Januar 2015 geplant hat: von der Konkurrenzbeobachtung, über die Zielgruppen bis hin zum Motiv.

Hier das erste Motiv, eine Page Post Engagement Ad:

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Warum gerade dieses Bild? "Nach etwas Markt-Recherche stellte sich (..) schnell heraus, dass einfache Fotobeiträge mit Nah-Aufnahmen von den Burgern bei allen Burger Restaurants überdurchschnittliche hohe Interaktions- und Sharing-Raten hatten", erklärt Küstner. Mit Anwendungen wie Fanpage Karma und Quintly sind solche Analysen auch für Einsteiger leicht machbar. Mit dem Text zielte Küstner auf die Schnittmenge zweier Facebook-Zielgruppen: Gelsenkirchener und Schalke-Fans. Mit minimalem Budget experimentierten die Gastronomen und passten die Anzeigen laufend entsprechend ihrer Performance an. 

Dieser Strategie sind sie bis heute treu geblieben

"Zu Beginn eines jeden Monats posteten wir einen Monatsburger. (...) Und gaben pro Tag ca. 10-20 Euro aus. So konnten wir einen konstanten Kundenstrom erzeugen." Für jeden Monat überlegten sich die beiden eine spezielle Zielgruppe, der sie dann ihren Griechen-Burger oder einen Spanischen Burger empfahl.

Der bisher erfolgreichste Post:

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Diese Anzeige brachte den absoluten Reichweiten Rekord. Und das zu sehr überschaubaren Kosten. "Wir erreichten 42.688 Personen für 110,93 Euro Tagesausgaben." Dazu schaltete das Lokal insgesamt sieben Kampagnen mit ein bis 20 Ads jeweils für andere Zielgruppen. Detailliert hat er in seinem Blog dargelegt, welche Ads im Kampagnen-Zeitraum funktioniert haben und welche nicht.

Die wichtigsten Learnings:

  1. Mache einen geilen Post, der zwei Zielgruppen anspricht.
  2. Mach eine Markt-Recherche bevor Du Geld in die Hand nimmst.
  3. Splitte direkt nach Mobile vs Desktop vs Interest.
  4. Starte mit 1-5 Euro Tagesbudget pro Anzeigengruppe.
  5. Sortiere täglich die schlechte performenden Anzeigengruppen aus.

Wer sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigen will, sollte Ben Küstners Text in seinem Blog lesen. Darin gibt er intime Einblicke in die Kampagnenstruktur, die Entwicklung von Reichweiten, CTR und CPCs der einzelnen Anzeigen und das Arbeiten mit Facebook Lookalikes. Absolut wertvoll! 

Nur mit Facebook Ads schaffte dieser Burger-Laden den Durchbruch

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