Native Advertising ist Print und TV ebenbürtig
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Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Native Advertising ist Print und TV ebenbürtig

Auf der Ignition Konferenz in New York war viel von Native Advertising die Rede. Das war bereits letzte Woche, doch hat das Thema natürlich auch in dieser Woche weiterhin Brisanz. Selbst etwas zurückhaltendere Unternehmen wie der Händler Lowe´s in den USA experimentiert in diesem Jahr viel mit Vines. In der jüngsten Vine-Serie “How-to tap thru” wird in zehn Schritten im Schnelldurchlauf von sechs Sekunden gezeigt, wie man eine Feuerstelle selbst baut. Die nativen Werbeformen dringen langsam in die Mitte der Marketingszene vor. 

Kein Wunder, dass sich Kevin Systrom, CEO und Co-Founder von Instagram, in direkter Konkurrenz - nicht etwa mit Twitter, Vine, Snapchat oder YouTube sieht - sondern mit Print und TV. “Milliarden von Dollar fließen jedes Jahr in traditionelle Medien”, sagt Systrom dem "Wall Street Journal". Dabei verbringen die meisten Menschen immer mehr Zeit pro Tag im - vor allem mobilen - Internet. “Man kann eine Bewegung erkennen. Immer mehr Geld wird in mobile Lösungen investiert.”

Dass die Inhalte auf den sozialen Kanälen allerdings ganz anders aufgezäumt werden müssen, darüber haben Brands wie Panasonic, L'Oréal und Universal Studios nachgedacht. Anstatt ihre Botschaften über Drittanbieter verstreuen zu lassen, wenden sie sich lieber direkt an ihre Influencer. Je authentischer diesen Multiplikatoren die Botschaft kommuniziert wird, desto effektiver, die Erkenntnis. Im Gegenzug gehen "alberne Sponsored Ads von Mc Donald's auf Instagram" nach hinten los, wie James McNally, Director of Business Development bei Fuzz Productions in New York erklärt.

Die Kontrolle von Ads ist ohnehin besser als einfach blind zu vertrauen. Wie eine Studie im Display-Netzwerk von Google und Doubleclick zeigt, verschwinden 56 Prozent aller Display Ads ungesehen im Internet-Nirwana. Doch gibt es Empfehlungen, um mehr Sichtbarkeit herzustellen, die Google in fünf Regeln zusammengefasst hat.

Das Internet gibt es zwar schon gut zwanzig Jahre - und dennoch kommt einem  immer noch vieles spanisch vor. So etwa die Unart von Usern, sich über andere User oder Unternehmen auszulassen. Doch wie nun eine Studie von Tomorrow Focus ans Licht bringt, bewerten Internetnutzer nicht etwa, um anderen eins reinzuwürgen - auch wenn es sich oft so liest. Die meisten wollen nur helfen, heißt es in der "Psychologie des Bewertens”. So zählt es zur Hauptmotivation der Befragten anderen mit ihrer Bewertung zu helfen. Die große Mehrheit bewerte vor allem positiv, so die Umfrage weiter - Frauen etwas häufiger als Männer.

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