Lesetipp | | von Annette Mattgey

Lumma: Warum Facebook nicht wie AOL untergehen wird

Wird Facebook eines Tages implodieren? Das zumindest meint Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach und vergleicht Facebook wenig schmeichelhaft mit AOL. Dabei hebt Lünenbürger-Reidenbach gar nicht so sehr auf den vermeintlich schwindenden Zuspruch der Jugendlichen ab, sondern auf die Struktur von Facebook, die er als "Silo" bezeichnet. "Das Silo Facebook ist zu groß und komplex geworden, als dass es Schutzräume böte." So habe ein Großteil der Jugendlichen bereits Erfahrungen mit Mobbing und anderen Formen asozialen Verhaltens. Für geschützte Kommunikation werde eher Instagram oder Twitter verwendet."Die Nutzung ändert sich. Und das auf eine Art, die erst zur Aushöhlung und dann später zur Implosion führen wird." Der vollständige Text, den @Luebue noch vor der Whatsapp-Übernahme verfasst hat, steht auf der Website des Internetmagazins online.

Nico Lumma ist dagegen optimistisch: Solange Facebook "mutig steinige Wege beschreitet" und immer wieder Neues ausprobiert, wird das Netzwerk überleben. Dazu gehört auch, Dienste, die nicht funktionieren oder nicht angenommen werden, flugs wieder abzuschaffen (wie jetzt die E-Mail-Funktion). Ein Silo sei Facebook keineswegs, setzt Lumma dagegen. Den Vergleich mit AOL findet er daher historisch absurd. Vielmehr öffnet Facebook anderen Unternehmen Türen, um an Kunden zu kommen. "Facebook ist ein Ökosystem, von dem Drittanbieter partizipieren, die irgendwelche Dienste bereitstellen, die mit Facebook funktionieren. Unzählige Verknüpfungen bestehen mit dieser Plattform und für die Nutzer entwickelt sich dadurch eine Stickyness, die für regelmässig wiederkehrende Nutzer sorgt." Wer Lumma in Gänze lesen will, kann sich hier auf seinem Blog umschauen.

Was Mediascale-Geschäftsführer Dominik Frings vom Abgesang auf Facebook hält (nämlich wenig), schreibt der LEAD digital-Blogger hier.

Lumma: Warum Facebook nicht wie AOL untergehen wird

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