Studie | | von Anja Janotta

Krisen-Management: Social Media verschärft die Probleme

Eine Krise kann teuer werden: Über 500.000 Dollar kostet sie im Schnitt. Zumindest sagen das die 200 Befragten einer Studie von Burson Marsteller. Für sie birgt der Social-Media-Bereich ein immer größer werdendes Gefahrenpotenzial für neue Krisen. 32 Prozent antworten auf die Frage, ob Krisenmanagement innerhalb von fünf Jahren für sie schwieriger geworden sei, mit Ja. 42 Prozent gehen davon aus, dass die Krisen-Bedrohung in etwa gleich geblieben ist. Die Befragten empfinden vor allem den Druck, schnell reagieren zu müssen, als eine der modernen Schweirigkeiten.

Dementsprechend haben sich auch viele vorbereitet. In der Umfrage gaben 39 Prozent der Befragten aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien an, einen digitalen Notfallplan entwickelt zu haben. 2011 waren es erst 28 Prozent. 62 Prozent setzen dabei auf ein internes Team, 31 Prozent auf eine Kombination aus internen und externen Experten, nur acht Prozent verlassen sich ganz auf externe Hilfe im Fall einer digitalen Krise.

Social Media wird allerdings nicht allein nur als Bedrohung empfunden. Während 50 Prozent angaben, dass der Social-Media-Effekt es schwerer mache, sich von einer Krise zu erholen, sagen ebenso 50 Prozent, er mache es sogar leichter. 70 Prozent sind davon überzeugt, dass richtiges Social-Media-Management eine immer wichtigere Rolle im Management einer Krise zukommt. Trotzdem sind die Befragten auch pessimistisch: 59 Prozent sagen, Social Media mache eine Krise teurer, 60 Prozent sagen, man wisse nie, wer die öffentliche Netz-Meinung gerade beherrsche

Von den befragten Firmen-Chefs, zu denen auch 40 deutsche Unternehmen gehören, haben 44 Prozent  im letzten Jahr eine Krise erleben müssen. Noch sind Shitstorms nicht der größte Krisenherd. Das sind immer noch schwierige Unternehmensentscheidungen, wie beispielsweise Entlassungen. Sie machen 34 Prozent der Krisen aus. Im Vergleich mit den Jahren 2009 und 2011, als die Studie schon einmal aufgelegt wurde, ist dieser Bereich aber rückläufig. Stark zugelegt hat der Krisenherd "Technische Probleme" (20 Prozent) und negative New-Media-Kampagnen (18 Prozent). Logistische Schwerigkeiten machen derzeit noch 21 Prozent der Krisen aus, die die befragten Firmen auszustehen hatten.

Krisen-Management: Social Media verschärft die Probleme

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