Pew Research | | von Annette Mattgey

Kommentare gegen Frauen rutschen leicht ins Sexistische ab

Warm anziehen müssen sich im Netz sowohl Männer als auch Frauen. Gute Umgangsformen kann man leider nicht voraussetzen. Besonders bei Frauen gleitet die Auseinandersetzung schnell in die sexuelle Belästigung ab. Männer müssen sich eher mit anderen Beleidigungen herumschlagen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Pew Research Centers zum Thema "Online Harassment".

"Für Männer ist es wahrscheinlicher, beleidigt und peinlich vorgeführt zu werden, während junge Frauen besonders zum Ziel von sexueller Belästigung und Stalking werden", heißt es in dem Bericht. Besonders Internet-Nutzerinnen zwischen 18 und 24 Jahren hätten damit zu kämpfen. Ein Viertel von ihnen berichtete, schon einmal sexuell belästigt worden zu sein. Ein gutes Viertel wurde schon einmal durch Stalking bedrängt.

Ein aktuelles Beispiel ist gerade der Streit in der Gamer-Szene ("Gamergate"). Bloggerin Anita Sarkeesian musste sogar Uni-Vorträge absagen, weil Morddrohungen gegen sie ausgestoßen wurden. 

Insgesamt waren schlechte Erfahrungen im Netz unter jungen Menschen, Männern wie Frauen, besonders verbreitet. Die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen wurde schon einmal verbal beleidigt. Etwa ein Viertel gab an, schon einmal Gewalt angedroht bekommen zu haben (Männer: 26 Prozent, Frauen: 23 Prozent). Über alle Altersstufen hinweg waren 40 Prozent der Internetnutzer schon einmal Opfer von Beleidigungen oder Drohungen im Netz. Beleidigungen kämen so häufig vor, dass die meisten Betroffenen sie einfach ignorierten, schrieben die Forscher. 40 Prozent gehen dagegen vor, z.B. in dem sie die Person online mit ihrem Verhalten konfrontieren. Etwa die Hälfte hat sich entfreundet und so von den Beleidigern getrennt. 22 Prozent meldeten die Übeltäter dem Website-Betreiber.

 

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