Toronto Humane Society | | von Sebastian Blum

Kanadische Tierschützer werben mit Wegwerf-Welpen

Der Hund gilt als bester Freund des Menschen, doch jede Freundschaft hat einmal ein Ende. Denn spätestens, wenn der süße Welpe zu einem nicht mehr so niedlichen, großen Vierbeiner herangewachsen ist, tritt die App "Puppy Swap" auf den Plan. Für eine geringe monatliche Summe vermietet der Onlinedienst Hundebabys, die der Nutzer problemlos gegen einen neuen Welpen austauschen kann. Die zynische App existiert jedoch nicht wirklich: Vielmehr wollen die kanadischen Tierschützer Toronto Humane Society zeigen, wie wenig Gedanken sich mancher beim Kauf eines Haustiers macht.

In seinem Spot wirbt der vermeintliche Onlinedienst mit Bildern von verspielten Hundebabys, die ihre Besitzer mit Liebe überschütten. Aus dem Off schwärmt dazu die Sprecherin: "Stellen Sie sich die Freundschaft und bedingungslose Liebe eines Hundebabys ohne längerfristige Verpflichtungen vor." Bei der Suche nach dem Wunsch-Welpen hilft die App auf ihrer Seite zudem mit einem Ranking der am besten bewerteten Hunderasse. Erst beim Bestellen wird dem Nutzer, der das Ende des Videos nicht gesehen hat, schließlich klar, worum es bei dem Onlinedienst wirklich geht: "Puppy Swap existiert nicht. Mehr als 180,000 Tiere enden jedes Jahr in kanadischen Heimen."

Auch in Deutschland hat der bedenkenlose Haustierkauf traurige Folgen. Laut Aktion Tier werden jedes Jahr rund 500,000 Tiere ausgesetzt. Für manchen einst gar so süßen Welpen ist das Tierheim dann die letzte Lebensstation.     

    

Kanadische Tierschützer werben mit Wegwerf-Welpen

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