Marktstudie | | von Anja Janotta

Kaffee- und Teemarken im Social Web: Nicht immer ein Genuss

Kaffee oder Tee? Diese ewige Frage ins Social Web verlängert hat der Monitoring-Spezialist Landau Media gemeinsam mit den Social-Media-Experten Nadja Amireh und Dominik Ruisinger. Sie untersuchten 80 Kaffee- und Teemarken auf ihre Präsenz im Social Web. Die Studie "Kaffee oder Tee - Muntermacher im digitalen Vergleich" zeigt, dass die einzelnen Marken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Handel sowie in Print- und TV-Medien deutlich wahrzunehmen sind, aber bislang noch wenig auf Interaktion im Netz setzen.

Bei einer ersten Analyse der User-Freundlichkeit der einzelnen Websites führten Marken wie Amici, Tchibo und Melitta sowie Alnatura, Meßmer und Sonnentor. Sie könnten "mit klar verständlichen und markenadäquaten Corporate Webseiten überzeugen" und präsentierten u. a. ihre Rohstoffe, Anbaugebiete und Herstellungsverfahren "besonders ausführlich und anschaulich", so die Studienautoren. Sie bemängelten aber, dass die Unternehmensmitarbeiter zu wenig vorgestellt würden und auch die Kontaktaufnahme zum Beispiel mit Presseverantwortlichen schwierig sei.

Im Social Web herrscht allerdings noch einiger Nachholbedarf. Der überwiegende Teil der untersuchten Marken beschränke sich im Social Web auf eine Präsenz bei Facebook, wenige Marken hätten ein Corporate Blog und fast keine Marke nutze YouTube oder Instagram professionell. Die Facebook-Kanäle von Alnatura und Gepa präsentierten kontinuierlich die Philosophie der Marken, Jacobs Krönung und Senseo besetzten Themen auf ihren Facebook-Seiten sehr professionell.

Besonders interaktiv hätten sich Illycaffè, Lebensbaum und Milford gezeigt. Sie kommunizierten gern mit ihren Fans und reagierten schnell und kompetent. Dabei ist das Potenzial auch für die anderen Marken groß. Die Netzgemeinde zeige großes Interesse an den untersuchten Kaffee- und Teemarken. Die Marken selbst versuchten auf den Onlinekanälen besonders Fair Trade und Bio als Diskussionsthemen in den Fokus zu rücken - bisher ohne übermäßigen Erfolg. Die User im Social Web debattierten lieber über die Art der Zubereitung oder die Kaffeemaschine selbst, während die Fans des guten Tees das Geschmackserlebnis des Teegenusses hervorheben würden.

Untersucht haben die Studienautoren insgesamt 42 Kaffee- und 39 Teemarken aus dem deutschsprachigen Raum. Die Untersuchung gliedert sich in drei Kernbereiche: die Webseiten-Analyse, die Social Media Nutzung und die Social Media Inhaltsanalyse. Dazu wurden insgesamt mehr als 7.000 User-Beiträge zu den untersuchten Marken ausgewertet und analysiert.

Kaffee- und Teemarken im Social Web: Nicht immer ein Genuss

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