Akom 360 | | von Annette Mattgey

Instagram-Videos: Was Agenturen und Marken damit anstellen können

Ein erstes Praxisbeispiel, wie man die neuen Instagram-Videos für sich verwenden kann, liefert die Münchner Digitalagentur Akom360. Sie filmte einen Rundgang durch die Agenturräume in 15 Sekunden. Für Marken bietet die Anwendung ebenfalls neue Spielräume. Aktuell bestückt Maybelline Jade seinen Instagram-Account mit Laufsteg-Videos zur Mercedes-Benz Fahion Week in Berlin. Vor einigen Wochen weitete Instagram seine App auf Bewegtbildinhalte aus. Damit tritt Instagram in Konkurrenz zu den kurzen Filmschnipseln auf Twitter und Vine (maximal sechs Sekunden). Sollte man nun von Vine auf Instagram umsteigen? Das ist die falsche Frage meint Steven Shattuck, Marketingchef von Bloomerang. Jeder Dienst hat einen eigenen Anstrich: Vine lockt Video-Liebhaber an und eignet sich für kurze Ankündigungen oder Produktvorstellungen (Taco Bell, Wolverine). Auf Instagram erwarten die Nutzer eher den Blick hinter die Kulissen. 

Den gewährt Akom360 mit dem aktuellen Video. Wer dort anfängt zu arbeiten, darf sich zum Beispiel auf eine nackte Schaufensterpuppe gefasst machen (Bild). "Wir haben das kurze Video angefertigt, weil wir uns und damit Nähe und Offenheit zeigen möchten", erklärt Corporate Blogger Johannes Lenz. Ausführlicher lässt sich das im Firmenblog nachlesen.Verlinkt ist dort außerdem ein Beitrag, der ausführlich erklärt, wie die Anwendung funktioniert. Akom360 betreibt schon länger einen eigenen Instagram Account. Immerhin tummeln sich in der Community rund 130 Millionen aktive Nutzern, davon mehr als die Hälfte von außerhalb der USA. Als Zielgruppe des Videos sieht Lenz "alle Interessierten, ob Unternehmen oder potenzielle Mitarbeiter, ob Influencer oder Journalisten. Für uns ist das ein Baustein im Rahmen unserer Kommunikation, speziell der im Social Web."

Chancen bietet die neue Präsentationsform auch Marken, ist Lenz überzeugt. "Unser Kunde Maybelline  macht da seit längerem einen hervorragenden Job." Vorreiter sind daneben Mode- und Sportmarken wie Burberry und Nike. Aber auch der Investitionsgüterkonzern General Electric legt seine visuellen Inhalte bei Instagram ab. Nicht zuletzt profitieren Celebrities von Instagram, siehe der Account des Basketballers Kobe Bryant. Die Instagram-Einstiegsseite zeigt eine bunte Bildergalerie. Die jüngsten Beiträge stehen oben, Videos sind am kleinen Play-Dreieck zu erkennen.

Wer seine Zielgruppe mit visuellen Mitteln erreichen will, sollte über den Einsatz von Instagram-Videos gründlich nachdenken: "Denn immerhin entsprechen die 15 Sekunden Videos ja einem Format, das wir aus der TV-Werbung kennen. Warum nicht aus Instagram ins TV gehen, was Produktionskosten spart und authentisch wirkt?"

Instagram-Videos: Was Agenturen und Marken damit anstellen können

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