Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück.
Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück. © Foto:privat

Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Influencer Marketing: Warum die künstlich-intelligente Auswahl die bessere ist

Ehen werden heute im Netz angezettelt. Auf Portalen wie Tinder oder OKCupid bestimmen Algorithmen, wer zu wem passt. Da ist es nur konsequent, dass auch Marken-Influencer-Beziehungen dort ihren Anfang nehmen: Agenturen wie Influential ziehen sogar Künstliche Intelligenz heran, um neue Matches zu kreieren. Dabei werden die Persönlichkeiten einer Marke mit der eines Einflussnehmerns analysiert - und gematcht.

Als Beispiel zog "Advertising Age" dazu die Southby Southwest-Kampagne von Mazda heran. Um das Modell CX-5 zu promoten, hat der Autobauer über Influential den Filmemacher und Fotograf Sam Ciurdar ausgewählt - statt eines Autoblogger, dessen Auswahl natürlich glasklar gewesen wäre. Andererseits macht der Hype um Influencer-Marketing eine detaillierteres und ungewöhnlicheren Match zwingend.

Erstens, weil VIP-Influencer endlich sind. Die mit einer Millionen-Follower-Schar sind schon längst von anderen Marken besetzt - es droht die Gefahr der Beliebigkeit. Und zweitens, passiert es immer noch das Auto zwar zu Auto sortiert wird, oder Mode zu Mode, Sport zu Sport und so fort, dass es aber trotzdem irgendwie nicht passt.  

Im Fall Mazda suchte Inflential - die Agentur verlässt sich dabei übrigens auf die Intelligenz von IBMs Watson - nach Social Stars mit einer künstlerischen Ader, die zugleich extrovertiert und begeisterungsfähig sind. Letzeres wird der KI übrigens über den Gebrauch von Ausrufezeichen und Emojis verraten.

Auch auf dem dmexco Nighttalk in München ging es in dieser Woche um den richtigen Fit von Marke und Influencer. Dazu diskutierten Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsleitung G+J EMS mit Influencerin Laura Brodda und Thomas Weiser, Digital Manager Lorenz Snack World.

Brodda, die den Mode-Blog Allthatchoices betreibt, wird allerdings vor allem handverlesen von Marken angefragt. Und kann gut davon leben: Für drei Postings auf sozialen Medien verlangt sie  einen vierstelligen Betrag, verriet sie auf der dmexco-Bühne in der Freiheizhalle. Statt eines Millionenpublikums hat ihr Blog sie "nur" 53.000 Abonnenten. Ausreichend genug, dass sie Gruner und Jahrs neuer Vermarktungsplattform Incircles unter Vertrag genommen hat.

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