Hochzeitsfotos zu intim fürs Social Web
© Foto: Kartenmacherei/Peak Ace

Studie | | von Susanne Herrmann

Hochzeitsfotos zu intim fürs Social Web

Die Studie "So heiratet Deutschland" widmet sich nicht nur dem schönsten Tag im Leben, sondern liefert darüber hinaus Erkenntnisse zu den Themen Social Media, E-Commerce, Internet-Dating. Zum Beispiel ist die Hälfte der Befragten tabu, Fotos der Hochzeit in Social Media wiederzufinden. Die Befragung haben Peak Ace und Kartenmacherei.de zusammen durchgeführt.

Kennenlernen - je älter, je online

Das Internet als Partnerbörse gewinnt der Befragung zufolge mit steigendem Alter an Bedeutung. 12 Prozent der Paare unter 30, aber schon 18 Prozent der Über-30-Jährigen lernten sich im Internet kennen. Kontaktpunkt Nummer eins ist aber nach wie vor bei allen der Freundeskreis. Fast jedes dritte Ehepaar lernt sich über Freunde kennen. Platz zwei mit jeweils 15 Prozent belegen Partys und das Internet, rund 14 Prozent nennen den Arbeitsplatz. Im Gegensatz zu der hohen Erfolgsquote via Internet führten Dating-Apps hingegen nur bei etwa zwei Prozent aller Befragten zur Eheschließung.

Geheiratet wird dann bei der Mehrheit nach einem bis sieben Jahren - davor und danach sind die Zahlen geringer.

Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf www.kartenmacherei.de.

Den Antrag, wenn es denn einen gibt (bei 81 Prozent macht ihn der Mann), machen die meisten zu Hause. Nach originellen Ideen fragten die Studienautoren aber auch. Hier sind die 10 ausgefallensten.

Platz 10. Auf einer Schiffsbrücke mit eingeweihter Mannschaft

Platz 9. In einer Infrarotkabine

Platz 8. In einer dekorierten Seilbahngondel

Platz 7. Beim Bungeejumping

Platz 6. Im Zuge einer Schnitzeljagd mit mehreren Stationen

Platz 5. Nach einem Fallschirmsprung

Platz 4. In der Sauna

Platz 3. Auf einem Gletscher nach einer Helikopterlandung

Platz 2. Bei einem Tauchgang

Platz 1. Beim Geocashing mit dem Ring als Fake-Geocash

Internet liefert den geeigneten Ort zum Feiern

Die meisten Hochzeitsfeiern (40 Prozent) finden in einem Restaurant in der Nähe statt, Hotels und Turnhallen liegen gleichauf an zweiter Stelle (14 Prozent). Den passenden Ort, sofern sie ihn nicht vorher schon kannten, finden die Paare online: Jedes fünfte Brautpaar hat den Ort für seine Hochzeitsfeier über das Internet gefunden, allen voran die Berliner mit 38 Prozent. Ebenfalls knapp 20 Prozent der Befragten verlassen sich auf die Empfehlung von Freunden und Bekannten.

Die Inspiration für die Deko suchen Bräute und Bräutigame am häufigsten auf Pinterest (38 Prozent) - Facebook und Instagram kommen hier nur auf 8 beziehungsweise 7 Prozent. Danach folgen Hochzeitsmagazine/-bücher (31 Prozent) und die gewählte Hochzeitslocation selbst (30 Prozent). Jeder Vierte lässt sich von Hochzeitsblogs inspirieren und ebenfalls 25 Prozent kupfern bei Freunden und Bekannten ab.

Immerhin drei Prozent der Befragten setzen auf den dekorativen Ratschlag eines Wedding Planners. Promis hingegen nehmen sich deutsche Brautpaare kaum zum Vorbild. Mit lediglich 0,2 Prozent spielen die Hochzeiten von Stars keine bedeutende Rolle als Inspirationsquelle. 

Tabus auf der Hochzeitsfeier

86 Prozent der Befragten geben an, dass sie es als absolutes Tabu oder zumindest als schlimm empfinden, wenn sich ein Gast in den Vordergrund spielt. 81 Prozent der Deutschen finden es nicht in Ordnung, wenn die Gäste nicht tanzen. Weiterhin empfinden knapp drei Viertel der Befragten Reden, die Peinlichkeiten über die frisch Vermählten zum Thema haben, als schlimm bis absolut tabu.

Als weniger schlimm hingegen wird es empfunden, wenn Handyfotos gemacht und diese in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram veröffentlicht werden. Allerdings sind die Männer hier kritischer (56 Prozent sagen schlimm oder tabu) als die Frauen (47 Prozent). Über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) findet das Posten aber mittlerweile akzeptabel oder völlig in Ordnung.

Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf www.kartenmacherei.de.

Heiraten ist ein teurer Spaß

Den schönsten Tag im Leben, wie es heißt, lassen sich viele Paare einiges kosten: Knapp 30 Prozent geben ihr Budget mit 10.000 bis 15.000 Euro an. Dafür sind vor allem die Unter-35-Jährigen verantwortlich. Der Großteil der älteren Paare investiert hier 6000 bis 10.000 Euro, Paare über 50 sogar nur 4000 bis 6000 Euro.

Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf www.kartenmacherei.de.

Damit unterhalten die Hochzeitspaare Gesellschaften von 51 bis 75 Personen (26 Prozent), auch bis zu 100 Gäste können es schon mal werden (23 Prozent).

Dafür bringen die mehrheitlich Geld mit (90 Prozent) - die Zeiten von Aussteuergeschenken sind vorbei (20 Prozent - Mehrfachangaben möglich).

Hochzeitsfotos zu intim fürs Social Web

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