Social Video | | von Annette Mattgey

Hobby-Fotografen bestücken digitalen Lavazza-Kalender

Kunstvolle Inszenierungen mit schönen Frauen - dafür ist der Lavazza-Kalender, der bereits seit 1993 erscheint, berühmt. Nun beschreitet der italienische Kaffeeröster Lavazza neue Wege: Erstmals erscheint der Kalender nicht in limitierter Druckauflage, sondern als Video-Projekt, konzipiert und umgesetzt von dem bekannten italienisch-kanadischen Digital Artist Marco Brambilla. Die aktuelle Ausgabe von "Opera Viva" ist ab sofort auf operaviva.lavazza.com zu sehen. Dabei ist das Werk nicht die Arbeit eines einzelnen, sondern ist mithilfe von Social Media entstanden. Beteiligt haben sich zahlreiche Hobbyfotografen und -künstler aus vielen Ländern und sorgten auf diese Weise dafür, dass die klassische Rollenverteilung und Distanz zwischen Künstler und Betrachter aufgebrochen wurde. In das Gemeinschaftswerk ließ Marco Brambilla mehr als hundert der zahlreichen über die Facebook-Seite "Lavazza Espress Yourself" und die kostenlose "Opera Viva"-App eingereichten Beiträge einfließen. Opera Viva thematisiert unsere Vorstellung vom Wesen der Zeit, indem es 365 Tage/12 Monate anhand einzelner Video-Collagen, die viele splitterhaft zusammengefügte Eindrücke unserer heutigen Alltagswelt enthalten, auf einen Tag verdichtet.

Dabei entspricht jede dieser Episoden sowohl einem Monat des Jahres 2013 als auch zwei Stunden eines vollen Tages. Der Rhythmus der sich kaleidoskopisch aufbauenden Bilder und ihrer dramatischen musikalischen Untermalung versetzt den Betrachter in die außergewöhnliche Welt des Künstlers: Darin ist die Dimension Zeit ganz und gar relativ und wecken die Bilder beim Betrachter Assoziationen an Stimmungen und Tätigkeiten, wie sie für die jeweiligen Tageszeiten und Monate typisch sind. So steht die erste der zwölf Video-Collagen, die unter dem Motto "Neon" Lichter in der Dunkelheit zeigt, sowohl für den Januar 2013 als auch für die Zeit von 00:00 bis 02:00 Uhr morgens.

Den dreizehnten Abschnitt hat der Künstler Lavazzas Espresso gewidmet. Bisher stand das Getränk immer im Mittelpunkt der Kalenderproduktionen. "Der Versuch, die Idee der Zeit als solche umzugestalten und so darzustellen, als gründe sie mehr auf dem Fluss des menschlichen Bewusstseins als auf den Zyklen von Mond und Sonne, war eine große und faszinierende Herausforderung. Ich bin sehr froh, im Laufe der Arbeit und bei der Auswahl der zahlreich eingegangenen User-Beiträge ein Gleichgewicht zwischen Stil und Substanz gefunden zu haben", sagt Marco Brambilla, dessen Videokunst bereits in einigen der weltweit bedeutendsten Museen gezeigt wurde. "Ich bin sehr stolz auf dieses Werk und hoffe sehr, dass die Leidenschaft - sowohl meine als auch die der vielen Teilnehmer - die in das Projekt geflossen ist, im Endprodukt zum Ausdruck kommt."

"Ausgabe für Ausgabe hat sich unser Kalender stets mit den neuesten Entwicklungen in der Sprache der Kunst beschäftigt, und zwar bis zu dem Punkt, an dem wir uns heute befinden: ein historischer Moment, in dem die digitale Technologie sich mit der Kunst zu neuen Ausdrucksformen vereint", erläutert Francesca Lavazza, Corporate Image Director der Lavazza Group. "Mit Opera Viva hat ein neues Zeitalter der künstlerischen Tradition im Unternehmen Lavazza begonnen. Der Kalender zeigt sich ein weiteres Mal als natürliche Fortführung und unmittelbarer Ausdruck zeitgenössischer Kunst", fügt Francesca Lavazza hinzu.

Das Projekt, das unter der kreativen Leitung von Michele Mariani und Marco Faccio stand, trägt die Handschrift der Agentur Armando Testa, die Lavazza seit jeher bei der Gestaltung und Entwicklung seiner Kunstkalender unterstützt.

Hobby-Fotografen bestücken digitalen Lavazza-Kalender

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