Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Hier und jetzt Black Friday, in Zukunft Tumblr und Pinterest

Twitter sammelt noch ein paar Informationen mehr über seine User. Wer Werbung auf Twitter schalten möchte, kann das in Zukunft nach Kriterien wie "User, die diese Werbebotschaft interessiert, haben auch folgende Apps installiert" geschaltet werden. Auf der Twitter-Website liest sich das so: "Um Dir eine individuellere Twitter-Erfahrung zu ermöglichen, erfassen wir die Liste der auf Deinem Mobilgerät installierten Apps und aktualisieren sie gelegentlich." Warum Twitter diese Infos nicht in Echtzeit abgreift, bleibt erst mal ein Rätsel.

Auch Facebook sucht neue Werbewege. Ab Januar 2015 gelten neue ABGs. Nutzer sollen mehr Kontrolle über die Werbung in ihren Timelines bekommen. Wer auf eine Werbeanzeige klickt, findet dort eine neue Schaltfläche: "Warum sehe ich diese Werbung?" Und eine Liste mit Interessen, die Facebook dem User bereits zugeordnet hat, wird gleich hinterhergeschickt. Damit sich der User neben Steuerhinterziehung und Salafisten-Terror auch nicht noch mit unliebsamer Werbung auseinandersetzen muss, darf er aktiv eingreifen und seine Interessen selbst ein- und aussortieren. Außerdem soll zukünftig der GPS-Standort des Smartphones dafür sorgen, dass auch lokale Werbung ihren Platz in der Timeline bekommt. Werber werden es lieben. Auf den "Kaufen"-Button, den Facebook und Twitter seit Sommer testen, muss die Masse der Werbenden aber weiter warten.

Facebook und Twitter suchen ihr Heil also in neuen Werbeoptionen. Doch die wahren Senkrechtstarter sind aktuell Tumblr und Pinterest. Tumblrs aktive Nutzerzahl legte in den letzten sechs Monaten um 120 Prozent zu, Pinterest immer noch um 111 Prozent. Instagram liegt auf Platz drei, Facebook abgeschlagen auf dem letzten Platz der Top 8 hinter Linkedin, Twitter, Youtube and Google+ wie Globalwebindex herausfand. Die User von Tumblr und Instagram sind jung, Facebook gerät in die Jahre. Doch das macht es für die großen Marken nun keineswegs einfacher, die Social Media-Klaviatur zu bespielen. Im Gegenteil: Die Zeiten, wo man mit Facebook auf der sicheren Seite war, scheinen zu schwinden. Das Social Web diversifiziert sich. Die bislang kleinen Communities werden zunehmend wichtiger. Um mitzuhalten hilft nur eines: Budget erhöhen.

A propos Budget: Auftakt zum Weihnachtsgeschäft ist der "Black Friday". Wer heute online shoppen geht, kann das ein oder andere Schnäppchen machen, denn Händler geben satte Rabatte. Zwar weiß niemand so genau, woher der Ausdruck "Black Friday" kommt, aber das ist sicher: Er ist einer der umsatzstärksten Tage im Weihnachtsgeschäft.

Hier und jetzt Black Friday, in Zukunft Tumblr und Pinterest

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