Zielgruppe | | von Annette Mattgey

Harte Kerle machen sich bei Pinterest breit

Galt die Bilder-Plattform einst als typisch weibliches Medium voller Kerzen, Blumen und Kleider, entdecken nun auch Männer das Netzwerk. Marken wie Harley-Davidson oder der Männer-Titel Esquire sind schon vertreten. Für 2015 hat sich Pinterest vorgenommen, die Zielgruppenansprache weiter zu verbessern. Natürlich haben auch Absender, die sich mit Sport befassen, die Möglichkeiten von Pinterest ausgelotet: Darunter etwa die NHL,  ESPN und CBS Sports.

Die Zahl männlicher Nutzer hat sich nach Angaben von Pinterest 2014 verdoppelt. Ein Drittel aller Registrierungen stamme von Männern. In Märkten wie Korea, Indien und Japan halten sich Männer und Frauen die Waage. Immerhin beschäftigen sich in den USA mehr Männer pro Monat mit Pinterest, als Sports Illustrated und GQ zusammen Leser haben. 

Bei Männern kommen kreative und handwerkliche Pinboards gut an, die beliebtesten Kategorien sind: Autos und Motoräder, Garten, Architektur, Männermode, Humor und Gesundheit & Fitness.  

Grundsätzlich will Pinterest stärker durch Werbung Geld verdienen. Da passt es, wenn man seine Zielgruppen etwas besser kennt. Pinterest will daher mehr User-Daten zusammentragen, etwa Hobbies und Seh- und Surf-Gewohnheiten. Don Faul, Head of Operations bei Pinterest, äußerte sich gegenüber dem Wall Street Journal: "Dieses Jahr legen wir den Schwerpunkt darauf, das Potenzial unserer Daten zu erschließen." So könne man Werbung passend zu den gepinnten Gegenständen schalten. Dabei sieht Faul einen entscheidenden Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken: "Unsere Nutzer drücken ihre Pläne für die Zukunft aus. Es geht nicht um die Schuhe, die sie letzte Woche gekauft haben oder wo sie vor sechs Monaten im Urlaub waren." Die Menschen stöbern und schauen sich neue Unternehmen, neue Marken und neue Produkte an - eine nahezu ideale Gelegenheit für Werbungtreibende, Kaufinteressierte anzusprechen.   

Bislang lässt sich die Zielgruppe auf der Ebene der Kategorien, die User besucht oder gesucht haben, aussteuern (etwa Inneneinrichtung). Das werde man in diesem Jahr weiter verbessern, allerdings werde man keine individuellen Daten an Werbungtreibende geben. Möglich wäre es aber, eine Anzeige an "Outdoor-Begeisterte" auszuspielen, basierend auf ihrem Interesse an Aktivitäten in freier Natur. 

Harte Kerle machen sich bei Pinterest breit

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