Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Guter Content gesucht: 1-Satz-Geschichten für die Apple Watch, ein Blog für Transsexuelle

Der Markt für Content kommt in Schwung. Facebook beispielsweise will exklusiven Content von Zeitungsverlagen in sein Netzwerk bringen. Soll heißen: Man will die Publisher dazu bringen, Artikel, Fotostrecken und Videos direkt auf Facebook zu posten. Als Lohn für die Abtretung winken höhere Beteiligungen an den Werbeeinnahmen. Artikel der New York Times und des National Geographic sollen testweise noch im Mai auf Facebook zu finden sein. Auf Instagram wiederum können Marken seit April 2015 eigene bezahlte Instagram-Posts, also eigenen Content, schalten.

Die New York Times ist diesen Monat überhaupt sehr umtriebig. Sie plant, speziellen Content für die Apple Watch als Wachstumstreiber zu entwickeln: Mit "Ein-Satz-Geschichten" will sich die New York Times als Medium auf der Apfel-Uhr etablieren. Je nach Content kann man als Werbetreibender auch auf spitze Zielgruppen setzen. Wer sich auf Homosexuelle und Trans- und Intersexuelle fokussieren möchte, findet mit dem neu gestarteten Blog Queerspiegel des Tagesspiegels ab sofort den passenden Rahmen respektive Content.

Ganz speziellen, sehr, sehr traurigen Content schuf Facebook-Topmanagerin Sheryl Sandberg: Sie verabschiedete sich mit einem bewegenden Posting von Ihrem Ehemann David Goldberg, Chef der Online-Umfrageplattform Survey Monkey. Er kam im Urlaub bei einem Sturz vom Laufband ums Leben.

Frust war auch auf der re:publica zu spüren. Massenüberwachung und mächtige Konzerne bestimmen Wohl und Wehe des Internets. Das untermauert auch eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Verbraucherzentrale. Derzufolge glauben 81 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher, dass Profilbildung im Netz mehr Nachteile als Vorteile bringt. Konkret: Wenn künftig die eigene Kreditwürdigkeit, Krankenkassenversicherungsbeiträge oder der Preis für ein Produkt davon abhängen, wie ein Computer unser Verhalten beurteilt, bringt das für Verbraucher handfeste Nachteile. Dass die Bundesregierung es richten wird, glaubt kaum noch jemand. Content, der das Gegenteil behauptet, wird wohl nicht als glaubwürdig eingestuft.

Guter Content gesucht: 1-Satz-Geschichten für die Apple Watch, ein Blog für Transsexuelle

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht