Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück.
Irmela Schwab, Autorin bei LEAD digital, blickt auf die Woche zurück. © Foto:privat

Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Gut, schlecht und schlicht seltsam: Hey Ey AI!

Sicher ist es Ihnen auch schon aufgefallen. Wenn man heute - als Markter -  trendy sein will, würzt man seine Phrasen, seine Kampagne und Produkte mit einer herrlichen Zutat: AI. Ey AI!  

In Sephoras Make-up-App können Kunden unter mehr als 1000 Farbschattierungen von Tusche, Lidschatten, Rouge und Kajal zusammenstellen. Dazu muss der Nutzer einen Selfie von sich machen - und schon werden die passenden Produkte mit den passenden Farbnuancen zusammengestellt. Von AI! 

AI mischt natürlich auch beim Content Marketing mit: der Markter liebste Werbeform, seitdem die Ära der Adblocker angebrochen ist. Pulse Point hat eine neue Plattform gelauncht Story by PulsePoint, die Inhalte offenbar mit großer Reichweite und dabei gleichzeitig ans individuelle User-Verhalten angepasst ausspielt.

Apple setzt bei AI auch noch einen drauf. Mit seinem HomePod den er auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt hat, wird Siri - die Sprachassistentin, die künstlich intelligent denkt - erstmals in einen Lautsprecher gesperrt. Der Lautsprecher ist übrigens das erste neue Gerät seit zwei Jahren außerhalb der bestehenden Produktreihe, von Laptops bis hin zu Telefonen. Wie bei Amazons Lautsprecher Echo, der mit Miss “AI” Alexa funktioniert, kann der HomePod smarte Lampen und Thermostate regulieren, und Musik an- und ausschalten. Immerhin.

Deutlich wird aber: AI breitet sich aus. Überall. Und langsam dämmert´s: So lustig ist diese Ey AI gar nicht. Muss muss sich auch grundlegende Gedanken machen. Dazu hat sich in dieser Woche hat sich Audi-CEO Rupert Stadler zum Trendthema AI geäußert.“Wie AI unser Leben ändern wird hängt von uns allen ab  und davon wie wir das Potenzial neuer Technologien einsetzen.” Stadler sagte das auf dem ersten Kongress der Vereinten Nationen “AI for Good Global Summit" in Genf. 

Wie man AI tatsächlich zum Wohl der Menschheit einsetzt, auf lange Sicht, ist ein heißes Thema. Ein Auto auf typische Situationen nach dem Schema “Wenn-dann” vorzubereiten, ist das eine. Das andere sind die vielen tausend Zufälle, die jeden Tag passieren - in verschiedenen Städten und Ländern.

Auf der Konferenz trafen sich die Woche Experten für Künstliche Intelligenz, Politiker und Mitglieder der Wirtschaft - darunter auch Peter Norvig, Research-Director bei Google, Peter Lee, Head of AI bei Microsoft und Anders Sandberg, der an der britischen University of Oxford die gesellschaftlichen und ethischen Einflüsse neuer Technologien erforscht. AI werde viele Effekte auf die Gesellschaft haben: „gute, schlechte, gestaltende und schlicht seltsame”.  

Gut, schlecht und schlicht seltsam: Hey Ey AI!

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