Wochenrückblick | | von Yvonne Göpfert

Google Trends, How-to-Videos und großartiges Datenmanagement

Social Media ist erfolgreich, wenn Sie ein Gespür für Themen und Trends entwickeln und dies entsprechend spielen. Ein hilfreiches Tool, um herauszufinden, was Ihre Kunden bewegt, kommt von Google: Google TrendsDank Millionen Suchanfragen weiß Google immer genau, was die Menschheit beschäftigt. Ein Klick auf Google Trends kann also nicht schaden, um zu wissen, ob Helene Fischer noch angesagt oder schon auf dem absteigenden Ast ist. Über die Suche hinaus analysiert Google Trends auch Trends auf Google News und YouTube.

Ein Thema, das übrigens gern auf YouTube geklickt wird, sind Videoanleitungen. Drei von fünf Nutzern (63 Prozent) haben sich per Internetvideo schon zeigen lassen, wie man einen Kuchen bäckt, einen Fisch filetiert oder fiese Flecken auf dem Abendkleid entfernt. Aber auch Anleitungen zur Bedienung technischer Geräte, Möbelstücke zusammenzubauen oder eine Autobatterie wechseln stehen hoch im Kurs und wurden von mehr als 50 Prozent der Tutorial-User nachgeschlagen.

Falls aber weder ihre Videotutorials angeklickt werden noch Google Trends erfolgreiche Hinweise liefert, wie Sie Ihr Marketing verbessern können, dann sollten Sie es mal mit Datenanalyse versuchen. Vor allem die Automobilindustrie, die Versicherungsbranche und der Chemie- und Pharmasektor nutzen das Datenmanagement recht erfolgreich. Allerdings bislang vor allem, um Kundenverhalten und damit den Status Quo zu erforschen. Doch wer in Zukunft innovativ sein will, muss sich auch an Prognosen herantrauen. Denn auch hier können Daten wertvolle Hinweise geben.

Ersetzt nun großartiges Datenmanagement kreative Ideen? Apple-Werber Ken Segall verneint das mit seinem Statement "Daten sind nie wichtiger als große Ideen" Gastblogger Wolfgang Bscheid allerdings mahnt: Automatisiertes Marketing und Kreativität können durchaus Hand in Hand gehen. Zum Jobprofil des Kreativen gehöre nämlich zwingend, sich Leistungskennzahlen und Kampagnen-Reports zu Gemüte zu führen.

A propos Reports: Amazon beschäftigt sich gerade intensiv mit dem Thema Paketlieferungen der Zukunft. Die Kosten sind für Amazon enorm gestiegen, es müssen also Alternativen zu UPS & Co. her. Letztes Jahr experimentierte Amazon mit Uber, doch das Projekt ist wieder eingeschlafen. Nun sollen Privatpersonen die Auslieferung übernehmen – Projektname "On My Way". Ob das funktioniert, muss sich zeigen, denn rechtliche Fragen, was passiert, wenn das Paket beschädigt wird oder verschwindet, sind noch ungeklärt.

Was dagegen sicher funktionieren wird, ist Adobes Übernahme von fotolia in seine Cloud-Lösung Creative Cloud und das damit neu geschaffene Adobe Stock. Mit Adobe Stock erhöht Adobe den Service seiner Marketing Cloud, indem Adobe gleich noch professionelles Bildmaterial anbietet. Die Konkurrenten Getty Images und Corbis wird es nicht freuen. Denn im Klartext bedeutet das: Wer in der Creative Cloud eine Werbekampagne entwirft und nach einem passenden Bild sucht, kann Adobe Stock direkt von Photoshop aus öffnen. Man muss für die Suche also nicht mehr extra auf eine andere Plattform bzw. den externen Browser wechseln. Adobe hat hier Gespür für Trends bewiesen. Bei Amazon muss sich das noch zeigen. Vielleicht hilft ja eine Google Trend-Analyse um aufzuzeigen, wie groß das Potenzial für Amazons "On My Way" wirklich ist.

Google Trends, How-to-Videos und großartiges Datenmanagement

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