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Google Glass: Deutsche sehen keinen Nutzen in Datenbrille

Google macht ein Riesenwirbel um seine Datenbrille Glass, interessierte Tester konnten sich Anfang des Jahres als Tester bewerben. Aber wie groß ist das Interesse an Google Glass hierzulande überhaupt? Das wollte Fittkau & Maaß Consulting in der W3B-Studie "Trends im Nutzerverhalten" von 5.000 deutschen Internet-Nutzern wissen. Die Ergebnisse dürften für den US-Konzern eher ernüchternd sein. Demnach bewerten nur drei Prozent der Befragten Google Glass als "ausgesprochen interessant" und wollen sie baldmöglichst erwerben. 29 Prozent finden sie "interessant" und würden sie gerne einmal ausprobieren. Knapp 50 Prozent zeigen aber "nicht besonderes" oder "überhaupt kein" Interesse an dem Gerät. Jeder Fünfte ist noch über Google Glass uninformiert und hat sich dazu somit auch keine Meinung gebildet.

 

Die Mehrheit der befragten User sieht in der Innovation auch keinen Nutzer für sich. Zwar beurteilt immerhin ein Fünftel Google Glass als praktisch für Navigation und Routenplanung, die Möglichkeit der Gesichtserkennung oder die Funktionen aus dem Bereich Location Based-Services finden aber jeweils weniger als 15 Prozent interessant. Zudem weckt die Brille bei vielen Deutschen Ängste hinsichtlich des Datenschutzes: Ein Drittel hat Bedenken, dass ihre Bewegungsdaten beim Tragen der Brille beobachtet werden. Eben so viele haben umgekehrt Angst davor, dass ein Google Glass-Träger sie unbeobachtet filmt oder fotografiert.

Kein Wunder also, dass Clevere aus den Datenschutz-Bedenken schon wieder eine neue Geschäftsidee ziehen: So haben Forscher aus Japan die Anti-Google-Glass-Brille entwickelt, die eine Identifikation des Trägers durch Gesichtserkennung verhindern soll. Dafür werden Infrarot-LEDs verwendet, die zu Bildrauschen führen sollen.

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