Sexuelle Belästigung | | von Annette Mattgey

Gestohlene Nacktbilder: Diese Frau hat Mut zur Gegenwehr

Mit zunehmender Wut reagiert die dänische Journalistin Emma Holten auf unfreiwillig im Netz kursierende Nacktfotos. Damals waren ihr E-Mail-Konto und ihr Facebook-Account gehackt worden. Obwohl der Vorfall bereits vier Jahre her ist, wird sie nach wie vor belästigt von unsittlichen Kommentaren und Mails. Alle kommen von Männern - vom Teenager bis zum Familienvater. Was sie am meisten aufregt: Die Absender wissen ganz genau, dass die Bilder ohne ihre Zustimmung im Netz gelandet sind. "Meine Demütigung ist Teil ihres Thrills", so Holten.

Sie sieht das Hacking und das Verbreiten ihrer Bilder als Teil einer Frauenverachtung, die im Internet gepflegt wird - zum Beispiel auf Pornoseiten, die größtenteils von unzulässigerweise veröffentlichten Sex-Bildern leben. Auch in anderen Bereichen (z.B. Paparazzi-Fotos) scheint die fehlende Zustimmung der Betroffenen keine Rolle zu spielen.

Ihr Schweigen und ihre Tatenlosigkeit beendet sie nun mit einem spektakulären Coup: Sie ließ sich von der Fotografin Cecilie Bødker unbekleidet in selbst gewählten Posen ablichten. Sie selbst sieht darin die Verwandlung vom Objekt zum Subjekt. Entscheidend ist für sie: "Consent is the key", also die Zustimmung ist der entscheidende Schlüssel, was die illegal verbreiteten Fotos von den aktuellen Bildern unterscheidet. Wie es zu dem Projekt kam, erzählt sie außerdem auf ihrer Blog-Seite.

Hier das Video zur Entstehungsgeschichte: 

Gestohlene Nacktbilder: Diese Frau hat Mut zur Gegenwehr

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

(7) Leserkommentare

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht