#FBRape | | von Annette Mattgey

Frauenverachtende Seiten: Facebook zeigt sich reumütig

Eine gute Woche hat es gebraucht, bis Facebook auf die #FBRape-Kampagne reagiert hat. Den Anstoß gab ein offener Brief in der Huffington Post. Die Aktivistinnen sowie zahlreiche Internet-User lenkten den Blick auf Profilseiten, die Frauenhass verbreiten. Im Kreuzfeuer standen auch Werbungtreibende, die zum Facebook-Boykott aufgefordert wurden. Jetzt kündigte Marne Levine (Bild), Vice President für Global Public Policy bei Facebook, Änderungen an. Das Social Network werde sowohl die Guidelines anpassen als auch die Authentifizierung verbessern. In ihrem Statement auf dem Facebook-Blog bekannte sie:"Es ist uns klar geworden, dass unsere Kontrollsysteme, um Hass-Reden zu erkennen und zu entfernen, nicht so effektiv funktionieren, wie wir das gerne hätten, insbesondere wenn es um geschlechterspezifischen Hass geht." Inhalte seien nicht schnell genug entfernt worden, manchmal gar nicht. "Wir müssen besser werden - und wir werden es", versprach Levine. Die Null-Toleranz-Strategie bekräftigt Facebook auch nochmal im Fact-Check und ruft erneut User dazu auf, anstößige Inhalte zu melden.

Zu den Verbesserungen gehört, dass sich User künftig nicht mehr hinter anonymen Konten verstecken können, um gewaltverherrlichende oder verächtliche Inhalte zu verbreiten. Außerdem werden die Richtlinien für angemessenes Verhalten auf Facebook unter Einbindung von Frauen- und andere Interessengruppen aktualisiert. Zu ihnen will Facebook in Zukunft einen besseren Draht halten. Die Teams, die sich bei Facebook mit der Identifizierung unangemessener Inhalte beschäftigen, sollen zudem besser geschult werden.

Jaclyn Friedman, Vorsitzende der Organisation Women Action and the Media (WAM!), begrüßte das Engagement von Facebook und sagte: “Wir haben international einen Wendepunkt erreicht, was die Einstellung gegenüber Vergewaltigung und Gewalt gegen Frauen angeht. Wir hoffen, dass dieses Anliegen ein Zeugnis dafür ist, wie machtvoll eine konzertierte Aktion sein kann." WAM! war einer der Initatorinnen der Aktion, der sich inzwischen um die 100 Gruppen angeschlossen haben. In ihrem Blog-Post berichtet die Organisation, dass insgesamt mehr als 60.000 Tweets verbreitet wurden. Eine Online-Petition sammelte mehr als 200.000 Unterschriften.

Frauenverachtende Seiten: Facebook zeigt sich reumütig

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