Wochenrückblick | | von Irmela Schwab

Frauenpower: Mehr als nur ärgerliche Vögel

Wenn es nach Mark Zuckerberg geht, werden Menschen künftig ihre sensorischen und emotionalen Erlebnisse miteinander teilen: Virtuelle Realität macht´s möglich. Auf dem Weg dazu ist Video der nächste große Schritt, wie der Facebook-Chef in einem Chat mit Arnold Schwarzenegger und anderen Usern erklärte. Das Kommunizieren über Text oder Fotos sei bald vorbei: "Videos werden noch wichtiger als Fotos sein”.

Kein Wunder also, dass das soziale Netzwerk seine Video-Offensive ausbaut. Nachdem das soziale Netzwerk die Google-Tochter Youtube bereits im vergangenen Oktober bei den Views überflügelt hat, nimmt es das Geschäftsmodell des Konkurrenten nun noch stärker ins Visier: Die Plattform aus Menlo Park teilt zunächst teilweise mit Autoren die Werbeerlöse bei einigen Videos. Ähnlich dem Youtube-Modell sollen Video-Produzenten 55 Prozent vom Umsatz bekommen, 45 Prozent der Einnahmen streicht Facebook ein. Ausgewählte Partner des Netzwerks sind in den USA die NBA, Funny or Die und Fox Sports. Übrigens macht der blaue Riese auch bei der Messung der Werbewirkung und Auslieferung der Videos Fortschritte

Damit nicht genug liegt Youtube im Dauerclinch mit der Gema. Über sechs Jahre dauert der Streit nun schon zwischen dem Musikrechteverwerter und der Google-Tochter. Beide können sich nicht einigen, wie eine angemessene Entlohnung der Künstler aussieht. Während Youtube in mehr als 20 Ländern bereits Vereinbarungen mit Musikrechteverwertern geschlossen hat, tobt in Deutschland noch immer ein erbitterter Kampf. Youtube weigert sich zu zahlen, was die Gema fordert: mindestens 0,375 Cent pro abgespieltem Lied. Das Ende des Lieds: Youtube muss keinen Schadensersatz an die Gema zahlen, allerdings  dafür sorgen, dass illegale Angebote gesperrt werden.

Harte Wettkämpfe sind meist Männersache. So war man in Berlin Anfang dieser Woche der Ansicht, dass es im Internet doch auch mehr geben muss als nur wütende Vögel und sich selbst vernichtende Nachrichten. Darüber wurde auf dem Kongress des Dell Women´s Entrepreneur Network (DWEN) diskutiert. Mehr weibliches Fingerspitzengefühl und Ideen bei Geschäftsmodellen sind gefragt, dann wächst die Vielfalt. Und mit ihr der globale Gesamtumsatz. Um das zu erreichen ist indes kein Fingerspitzengefühl mehr gefragt, wie Doris Albiez, Vize-Präsidentin von Dell Germany, rigoros verkündete. Damit bezog sie sich auf die wiederholten Versuche von Frauen an, in Männerrunden mitsprechen zu dürfen: "Wenn Firmen nicht bereit sind, auf das Arbeitsgut Frau besser einzugehen, rate ich Frauen dazu ihr eigenes Unternehmen zu gründen.”

Frauenpower: Mehr als nur ärgerliche Vögel

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