Interview | | von Annette Mattgey

Foursquare-Manager Luedorf: "Wir sorgen dafür, dass der Kunde immer wieder kommt"

Mit Foursquare lässt sich wunderbar spielen - und Geld verdienen. Dafür ist Holger Luedorf, Vice President und Head of Business Development bei Foursquare zuständig. Er erklärt im Interview mit LEAD digital, wie Händler von dem Geolocation-Dienst profitieren können.

Wie kann der Balanceakt gelingen, soziale Plattformen über Werbung zu refinanzieren? Schließlich treffen sich dort Menschen zum persönlichen Austausch.

Die User erkennen immer mehr, dass Foursquare kein reiner Check-in-Dienst mehr ist, über den man Badges gewinnen kann – sondern ein Tool für personalisierte Suche. Händler können den Kunden dabei Specials anbieten, von denen sie profitieren. Daher ist es – zumindest in den USA – auch nicht so schwierig, lokale Werbung bei der Suche einzubinden. Abgesehen davon schalten wir keine Werbung, die dem Kunden aufgedrückt wird. Werbung gibt es immer nur dann, wenn sie einen Nutzen bietet. Wenn jemand also Starbucks-Werbung bekommt, dann ist auch garantiert ein Starbucks in der Nähe, der geöffnet hat. Das schätzen unsere Kunden – auch weil sie dabei Geld sparen können.

Stichwort Geld sparen: Bei Daily-Deal-Plattformen gibt es ja oft Bedenken, dass Händler über Groupon & Co. nur Schnäppchenjäger erreichen – aus denen aber keine Stammkunden werden.

Bei uns lassen sich spezielle Angebote an ein Loyalitätsprogramm koppeln: So gibt es etwa nur bei jedem dritten oder fünften Starbucks-Besuch einen Kaffee gratis. Für den Kunden fühlt sich das so wie eine Zehnerkarte an. Damit sorgen wir dafür, dass der Kunde immer wieder kommt. Das ist der große Unterschied zu Groupon.

Und wie kann der Händler seine Strategie, basierend auf diesen Daten, verfeinern?

Der Händler kann sich genau anschauen, wer eincheckt. Sagen wir mal, es handelt sich dabei um einen Coffeeshop. Über das Dashboard sieht der Manager vielleicht, dass 70 Prozent seiner Kunden auf Foursquare weiblich sind, und so muss er sich überlegen, ob er sein Angebot mehr auf Frauen ausrichten soll. Oder, wenn ein Manager nicht am Ort ist, kann er zum Beispiel sehen, dass vielleicht nach 16 Uhr kaum noch jemand eincheckt, obwohl bis 18 Uhr geöffnet ist. So kann er überlegen, ob er seine Öffnungszeiten anpassen sollte.

Portale ausbauen ist die Kernkompetenz von Holger Luedorf: Bevor der studierte Wirtschaftswissenschaftler im Sommer 2010 als Vice President Business Development zu Foursquare kam, arbeitete er bei Yahoo und T-Mobile. In beiden Unternehmen kümmerte er sich nacheinander in leitenden Positionen um strategische Partnerschaften.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 07/2013 von LEAD digital. Außerdem: Mobile SEO/SEA, digitale Markenführung mittels Big Data, mobile Mediennutzung, Foursquare, Pharmamarketing und die erste Folge unserer Digi-Cities-Reihe über den Standort Berlin. Bestellen Sie jetzt 6 Ausgaben LEAD digital und erhalten Sie das Buch „Die digitale Zukunft des stationären Handels: Auf allen Kanälen zum Kunden“ geschenkt.

Foursquare-Manager Luedorf: "Wir sorgen dafür, dass der Kunde immer wieder kommt"

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